Bundesanleihen
Nachfrage nach sichersten Anlagen wächst

Anleger scheuen das Risiko. Die Aversion treibt den Markt an, Aktien werden belastet und ziehen Bonds aus der europäischen Kernzone an. Deutsche Bundesanleihen haben am Montag zugelegt.

BerlinDeutsche Bundesanleihen haben am Montag zugelegt, wobei die Rendite zweijähriger Papiere auf den niedrigsten Stand aller Zeiten absackte. Dahinter stand die wachsende Nachfrage nach den sichersten Anlagemöglichkeiten, die durch den Einbruch am Aktienmarkt und die fallenden Ölpreise angetrieben wurde.

Die Rendite zehnjähriger Bunds sackte um vier Basispunkte auf 0,25 Prozent ab, den niedrigsten Stand seit April 2015. Der Terminkontrakt Bund-Future schnellte 78 Basispunkte hoch auf 164,40 Prozent.

Zweijährige Bundesanleihen rentierten auf dem Rekordtief von minus 0,509 Prozent. Bei vergleichbaren französischen, österreichischen und finnischen Papieren sackte die Rendite ebenfalls auf ein Rekordtief ab.

„Die reine Risikoaversion treibt den Markt an, wobei Aktien belastet werden und Bonds aus der europäischen Kernzone anziehen“, sagt Orlando Green, Festverzinslichen-Stratege bei Credit Agricole SA in London. „Wir befinden uns in einem Vakuum, was Maßnahmen der Zentralbanken angeht.“

Durch die zum Teil deutlichen Verluste bei Bonds aus der Euro-Peripherie wuchs der Renditeabstand zu den Bunds kräftig. Zehnjährige italienische Bonds rentierten bei 1,59 Prozent vier Basispunkte höher, während portugiesische Titel bei 3,25 Prozent um 14 Basispunkte höher rentierten auf dem höchsten Stand seit Juni.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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