Bunds + Treasuries
Sicherheiten sind weniger gefragt

Die Anleihenkurse stehen angesichts einer nahenden Lösung im US-Haushaltsstreit unter Druck. Zehnjährige Bundesanleihen notieren vier Basispunkte höher. Auch die US-Rendite steigt.
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FrankfurtDie Hoffnung auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit hat die Anleger am Anleihenmarkt wieder etwas mutiger gemacht. Sie verkauften die in unsicheren Zeiten oft gefragten Bundesanleihen und trieben die Rendite damit auf ein Drei-Wochen-Hoch von 1,902 Prozent. Die Politiker steuerten offenbar auf einen Kompromiss zu, sagte Alessandro Giansanti, Stratege bei der ING. In der Nacht hatte Harry Reid, der demokratische Fraktionschef im US-Senat, gesagt, er habe in den Verhandlungen mit seinem republikanischen Kollegen Mitch McConnell „enorme Fortschritte” erzielt. Sollte sich auch die Stimmung in der Euro-Zone verbessern, könnte die Rendite wieder auf die im September erreichten Höchststände von 2,059 Prozent steigen, prognostiziert der Experte.

Zugegriffen haben die Anleger am Dienstag bei Anleihen aus den Ländern Südeuropas. Die Kurse zehnjähriger italienischer Bonds stiegen, entsprechen fiel die Rendite zeitweise auf 4,239 Prozent von 4,262 Prozent im Vortagesgeschäft.

Aus dem Euroraum stehen im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten an. Um 11 Uhr wird der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen veröffentlicht. Ökonomen erwarten einer Bloomberg-Umfrage zufolge für Oktober einen Wert von 49,6, was der höchste Stand seit April 2010 wäre.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 1,89 Prozent vier Basispunkte höher. Am Terminmarkt fiel der Bund-Future um 44 Basispunkte auf 139,31 Prozent. Die Rendite von zehnjährigen US-Bonds war bei 2,72 Prozent drei Basispunkte höher.

Am Primärmarkt will Spanien im Tagesverlauf Papiere mit Laufzeiten von 180 und 364 Tagen begeben. Griechenland will 1,25 Mrd. Euro über Papiere mit 91 Tagen Laufzeit beschaffen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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