China kauft Treasuries: Investoren setzen auf US-Staatsanleihen

China kauft Treasuries
Investoren setzen auf US-Staatsanleihen

Die US-Staatsanleihen werden sind attraktiv – vor allem China verliert den Glauben an Europa und setzt wieder voll auf dem Dollar. Internationale Investoren halten Treasuries im Wert von fast drei Billionen Dollar.
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Im abgelaufenen Quartal haben ausländische Anleger mehr US-Staatsanleihen gekauft als in jedem anderen ersten Quartal seit 2009. Die Positionen internationaler Investoren nähern sich dem Wert von 3 Billionen Dollar. Attraktiv werden Investments in der US-Währung durch die Krise in Europa, die den Euro belastet, und die Abwertung des Yen in den vergangenen Monaten.

In den drei Monaten bis Ende März stieg das Volumen an Treasuries, das die US-Notenbank Federal Reserve im Auftrag ausländischer Zentralbanken hält, um 63,5 Milliarden Dollar auf 2,95 Billionen Dollar. China, der größte ausländische Gläubiger der USA, erwarb über die vier Monate bis Ende Januar die meisten Treasuries seit 2011.

Trotz des US-Haushaltsstreites sind die Staatsanleihen des Landes bei den Anlegern im Ausland gefragt. Das trägt dazu bei, dass die Renditen der Treasuries niedrig bleiben, obwohl die Federal Reserve seit 2008 mehr als 2,5 Billionen Dollar in das Finanzsystem gepumpt hat.

“Die USA ragen als Hort relativen Wachstums sowie Stärke und Stabilität heraus”, sagt Wan-Chong Kung, Anleihefondsmanager bei Nuveen Asset Management in Minneapolis. “Die großen Katastrophen wurden vermieden.”

Dabei beschränkt sich die Nachfrage aus dem Ausland nicht auf die Zentralbanken. Insgesamt hielten ausländische Investoren im Januar ein Rekordvolumen an Treasuries von 5,62 Billionen Dollar, wie Daten des Finanzministeriums zeigen. Nach einem Anstieg von zusammen 0,9 Prozent im November und Dezember legten die ausländischen Positionen im Januar 0,8 Prozent zu.

“Die Anleger betrachten die USA als den Wachstumsmotor der Welt”, erläutert George Goncalves, Leiter Zinsstrategie bei Nomura Holdings, einem der 21 Primärhändler, die direkt Geschäfte mit der Fed machen. “Man kann die USA nicht abschreiben. Diese ausländischen Zentralbanken werden nicht weggehen, sie fühlen sich mit der Lage in Amerika wohl.”

Das Bruttoinlandsprodukt der USA wird zum Jahresende wahrscheinlich mit einer Jahresrate von 2,6 Prozent wachsen, wie aus einer Bloomberg-Umfrage unter Volkswirten hervorgeht. Für die Länder der G-10-Gruppe rechnen Ökonomen laut einer separaten Umfrage mit einem Wachstum von 1,97 Prozent.

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