Covered Bonds: US-Investoren entdecken Pfandbriefe

Covered Bonds
US-Investoren entdecken Pfandbriefe

Amerikanische Investoren interessieren sich zunehmend für deutsche Pfandbriefe oder ähnliche mit Hypotheken oder Krediten an die öffentliche Hand gedeckten Anleihen anderer europäischer Banken.

FRANKFURT. „Vor einem halben Jahr wurden im Schnitt nur zehn bis 15 Prozent von auf Dollar lautenden so genannten Covered Bonds in die USA verkauft. Heute sind es schon bis zu knapp 80 Prozent“, sagt Torsten Elling, Syndikatschef bei Barclays Capital in Frankfurt. In dieser Woche findet in New York eine große Investoren-Konferenz statt, die sich ausschließlich um das Thema Covered Bonds dreht.

Bis zum vergangenen September spielten gedeckte Anleihen europäischer Provenienz – ein Markt der allein im liquiden Jumbo-Segment rund 750 Mrd. Euro umfasst – im Bewusstsein von US-Anlegern kaum eine Rolle, weil es keine US-Emittenten gab. Dann platzierte mit der Sparkassengruppe Washington Mutual das erste Haus aus den USA eine pfandbriefähnliche Anleihe. „Das war die Wende, obwohl die Emission auf Euro lautete und sich an europäische Investoren richtete“, sagt Christoph Anhamm, Analyst bei ABN Amro.

„Der große Erfolg der vierfach überzeichneten Emission von Washington Mutual habe das Interesse von Investoren, aber auch von Investmentbanken und weiteren potenziellen US-Emittenten geweckt“, meint auch Elling. Deshalb sei es jetzt auch für europäische Banken interessanter in Dollar zu emittieren. Covered Bonds sind für Banken bei der Refinanzierung prinzipiell günstiger als ungedeckte Papiere, weil sie als ausfallsicher gelten und Investoren deshalb weniger Rendite verlangen.

Dennoch bieten die Covered Bonds zur Zeit laut Anhamm zwischen zehn und zwölf Basispunkten mehr Rendite als Anleihen von großen US-Hypothekenfinanzierern wie Freddie Mac oder Fannie Mae. Dieser Renditevorsprung wecke zusätzlich das Interesse US-Anleger.

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