Dax-Ausblick
Experten fürchten lange Börsen-Talfahrt

Immer mehr Börsianer befürchten, dass sich das Szenario von 2008 wiederholen - und Aktien auf einen monatelangen Sinkflug gehen könnten. In der kommenden Woche richtet sich der sorgenvolle Blick auf US-Konjunkturdaten.
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Frankfurt/DüsseldorfAusruhen. Entspannen. Durchatmen. Aktieninvestoren sollten das Wochenende gut zum Auftanken nutzen. Denn die neue Woche verspricht neuen Nervenkitzel. Die Themen bleiben indes die alten: die Angst vor einer weltweiten Rezession und die ungelöste Schuldenkrise der Eurozone. 

Experten sind sich einig: Die Talfahrt geht weiter. Kurze technische Korrekturen seien zwar möglich, aber nachhaltig werden sie nicht sein. „Weder aus fundamentaler Sicht noch unter charttechnischen Aspekten deutet sich ein Ende der Talfahrt an“, stellt die Landesbank Berlin fest. Deren Strategen rechnen vielmehr damit, dass der Dax auf neue Jahrestiefs fallen wird. 

In der alten Woche hat sich der Leitindex vergleichsweise gut geschlagen. Nach vier Wochen steiler Talfahrt verzeichnete der Dax diesmal auf Wochensicht nur ein kleines Minus. Diese Bilanz sollte aber nicht täuschen: Am Freitagnachmittag lag der Index zwischenzeitlich immerhin zweieinhalb Prozent niedriger, schloss letztlich bei 5.537 Punkten 0,87 Prozent im Minus. 

Immer mehr Börsianer befürchten, dass sich das Szenario von 2008 wiederholen könnte, als Aktien auf einen monatelangen Sinkflug gingen und erst Anfang 2009 die Trendwende einsetzte. „Es gibt durchaus Parallelen“, sagt Volkswirt Matthias Thiel von MM Warburg. „Auch 2008 haben wir eine sukzessive Eintrübung der konjunkturellen Indikatoren gesehen und Unternehmen waren noch sehr lange sehr optimistisch. Ein zusätzlicher Trigger war damals die Pleite von Lehman. Heute haben wir die Schuldenkrise.“

Auch die Analysten der Landesbank Berlin rechnen nicht mit einem schnellen Ende der Talfahrt. Neue konjunkturelle Schwächeanzeichen dürften die Rezessionsängste weiter befeuern. Und auch die politische Unsicherheit über die weiteren Schritte aus der Euro-Krise könnte sich negativ auf die Nervosität an den Märkten auswirken. In der Folge sei die Markierung neuer Jahrestiefststände nicht ausgeschlossen, so die Experten.

Die gestiegene Nervosität spiegele sich anschaulich im Interbankenhandel wider, so Volkswirt Thiel von MM Warburg.  Zuletzt haben sich die Banken mit Krediten an andere Institute wieder sehr viel stärker zurückgehalten. „Der Markt ist noch nicht ausgetrocknet wie damals, aber die Prämien steigen. Banken werden zunehmend misstrauisch, wie viel als Sicherheit hinterlegte Staatsanleihen tatsächlich wert sind.“ Trotz Hilfspaketen und einer Stützungsaktion der EZB für italienische und spanische Staatsanleihen ist nach wie vor unklar, ob es die schuldengeplagten Euroländer in absehbarer Zukunft schaffen, wieder auf die Beine zu kommen. 

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Kommentare zu " Dax-Ausblick: Experten fürchten lange Börsen-Talfahrt"

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  • Das hoffen u.a. die Italiener und tun - nichts bis wenig, um ihre horrende Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Gibts Eurobonds, zahlen die Deutschen, die sind ja so blöd. Die Südländer haben das noch nie vorgehabt, das beginnen "die Märkte" zu ahnen...

  • Genau das ist die Ursache der Börsenbewegungen. Händler / Spekulanten brauchen Kursveränderungen, um von der Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs profitieren zu können. Sie treiben die Kurse mittels "Shorting" in den Keller, die FED hält sich mit QE3 noch ein wenig zurück, und wenn dann die Kurse tief genugt gefallen ist, dann wirft Mr. Bernanke die Gelddruckmaschine wieder an und die Investoren erhalten die Munition, um dieses Mail von steigenden Kursen profitieren zu können. Alle die Vermutungen, warum Kurse fallen oder steigen sind mit dem Worthülsengenerator erzeugt.

  • Landesbank Berlin?wuhahahaha.....Volker Hellmayer,Landesbank Bremen,wuhahahaha.....

    sind das diejenigen die vor 6 Wochen den DAX auf 8000 sahen?

    Silvia Quand RESEARCH DAX 10.000
    Robert Halver EXPERTE in der Osterwoche:"nächste woche geht die Post ab weil viele im Urlaub waren".

    Warum arbeiten denn die sogenannten Experten alle noch?mal drüber nachdenken

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