Dax verliert mehr als ein Prozent
Anleger suchen Zuflucht am Rentenmarkt

Verluste an den Aktienmärkten haben Anleger am Mittwoch in die als sicher geltenden Staatsanleihen getrieben. Der Bund-Future stieg um 25 Ticks auf 112,25 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe stieg um acht Ticks auf 98,71 Stellen und rentierte mit 4,410 Prozent.

HB FRANKFURT. „Hauptgrund für die Nachfrage am Rentenmarkt ist die Talfahrt bei den Aktien“, sagte Analyst Marc Ostwald von Insinger de Beaufort in London. „Damit hat sich der Fokus etwas verschoben; in den vergangenen Wochen war vorrangig der Kreditmarkt Thema, heute scheint das der Aktienmarkt zu sein.“

Nach einem Kursrutsch an den US-Börsen setzten die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch ihre Talfahrt fort. Der Stoxx50 für die 50 größten börsennotierten europäischen Unternehmen lag 0,6 Prozent im Minus.

Der deutsche Leitindex Dax büßte 1,2 Prozent ein. Die Befürchtung, dass die Immobilienkrise auf die gesamte US-Wirtschaft übergreifen könnte, ließ Investoren risikoscheu werden und nach sichereren Anlageformen Ausschau halten. Am Nachmittag (16.00 Uhr MESZ) wird die Statistik zum Absatz bestehender Eigenheime neue Hinweise zur Situation am Immobilienmarkt geben.

Der Euro gab nach dem jüngsten Höhenflug etwas nach und notierte zuletzt um 1,3775 Dollar nach 1,3828 Dollar im späten US-Geschäft. Damit hielt sich die Gemeinschaftswährung in Reichweite des am Vortag markierten Allzeithochs bei 1,3852 Dollar. „Beim Euro sehen wir vor allem technisch ausgelöste Verkäufe“, sagte ein Händler. „Da kann es auch durchaus bis um 1,3740 Dollar nach unten gehen.“ Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet, wonach er die Krise bei den zweitklassigen Hypotheken in den USA gelassen sehe, wurden am Markt ohne nennenswerte Reaktion zur Kenntnis genommen.

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