Deutsche Bank
Nach dem Anleiherückkauf ist vor der Neuemission

Einem Insider zufolge soll die Deutsche Bank planen, eine dreijährige Anleihe zu begeben. Die Unsicherheit der Anleger nach dem Rekordverlust scheint zu schwinden. Die Kosten für die Absicherung gegen Ausfälle sinken.

Frankfurt am MainDie Deutsche Bank, deren Anleihen im Vormonat unter Druck geraten waren, ist wieder im Markt und begibt offenbar neue Titel. Nach Angaben informierter Kreise platziert die Deutsche Bank vorrangige, unbesicherte Anleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Die Ratingagentur Moody’s Investors Service werde die Papiere mit „Baa1“ bewerten, die drittniedrigste Stufe der Kategorie Anlagequalität, sagte die Person, die um Anonymität bat.

„Sie müssen in kleinen Schritten zurück an den Markt kommen“, sagte ein Banker. Er sei gespannt, wie die Platzierung verlaufe. Ein Sprecher der Bank wollte sich zu der Meldung nicht äußern.

Zuletzt waren Anleger ob des Rekordverlustes des größten deutschen Finanzinstituts in Höhe von 6,8 Milliarden Euro 2015 noch nervös geworden. Anfang Februar hatte die Deutsche Bank deshalb versichert, alle Zinsen auf sogenannte Coco-Bonds („Contingent Convertible Bonds“) zahlen zu können. Dabei handelt es sich um Zwangswandelanleihen, die im Krisenfall in Eigenkapital umgewandelt werden können.

Zudem legte das Finanzinstitut ein milliardenschweres Programm zum Rückkauf eigener Anleihen auf, stieß damit bei Anlegern aber auf verhaltenes Interesse. Der Dax-Konzern erwarb Papiere im Gesamtwert von 1,94 Milliarden Euro, wie die Bank am Montag in Frankfurt mitteilte. Aufgerufen hatte das Institut Mitte Februar ein Volumen von drei Milliarden Euro für fünf bestimmte Euro-Anleihen sowie ein Volumen von zwei Milliarden Dollar für acht Dollar-Anleihen. „Die relativ geringe Annahme dieser öffentlichen Kaufangebote zeigt, dass sich die Stimmung am Markt verbessert hat und es Anleger bevorzugen, weiter in Deutsche Bank-Anleihen investiert zu bleiben“, erklärte die Bank zum Abschluss der Kaufangebote.

In der Folge erholten sich Aktienkurs und Anleihenotierungen der Bank. Die Kosten zur Absicherung gegen Ausfälle auf vorrangige Schulden der Bank sind gegenüber dem Hoch im Februar um 40 Prozent gesunken, zeigen Bloomberg-Daten.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%