Deutsche Bank
Pfandbrief der Deutschen Bank heiß begehrt

Die Deutsche Bank hat gestern ihren ersten Pfandbrief begeben. Bei institutionellen Anlegern kam das Papier, das mit einem Volumen von einer Mrd. Euro als sogenannter Jumbo-Pfandbrief begeben wurde, sehr gut an. In nur gut einer halben Stunde gaben insgesamt mehr als 170 Investoren bei den Konsortialführern Kaufgebote über fast 5,5 Mrd. Euro ab.

cü FRANKFURT. Damit war die Deutsche Bank erfolgreicher als andere Emittenten. Die zuletzt zahlreichen neuen Jumbos deutscher und europäischer Banken wurden zwar ebenfalls platziert, die Auftragsbücher füllten sich dabei aber langsamer und vor allem nicht so deutlich wie beim deutschen Branchenprimus.

Analysten erklärten die große Nachfrage vor allem mit der guten Bonität der Deutschen Bank. Die Kreditwürdigkeit von Emittenten habe im Zuge der Finanzkrise für Investoren maßgeblich an Bedeutung gewonnen, heißt es in einer Studie von Dresdner Kleinwort. Vor der Krise spielte die Bonität der Pfandbrief-Häuser eine untergeordnete Rolle, weil sich Anleger mehr auf die Sicherheit der Pfandbriefe – unabhängig von den dahinter stehenden Emittenten – verließen.

Die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank ist die Beste unter den deutschen Jumbo-Emittenten. Standard & Poor's (S&P) bewertet die Bonität des Instituts mit der fünftbesten Note „A+“. Moody's und Fitch geben sogar noch bessere Noten.

Das kommt der Bank beim Renditeaufschlag für den neuen Jumbo zugute, der in sieben Jahren fällig wird. Der Aufschlag von 0,55 Prozentpunkten über dem siebenjährigen Interbankensatz zum Tausch fester gegen variable Zinsen war so niedrig wie bei noch keinem anderen Hypotheken-Jumbo in diesem Jahr. Für den Jumbo zahlt die Deutsche Bank jährlich Zinsen von 3,75 Prozent. Der Ausgabekurs lag bei 99,246 Prozent.

Gedeckt ist der Debüt-Jumbo der Deutschen Bank mit 25 gewerblichen Immobilienkrediten über 1,57 Mrd. Euro. Dabei handelt es sich vorwiegend um große Portfoliokredite, die durch insgesamt 3 250 Einzelobjekte besichert sind. Von daher scheine der sogenannte Deckungsstock nur auf den ersten Blick recht konzentriert, heißt es bei Dresdner Kleinwort.

Gut 92 Prozent der Kredite kommen aus Deutschland. Den Anteil britischer Immobilienkredite hatte die Deutsche Bank von zunächst vorgesehenen 13 auf fünf Prozent gesenkt. Dies hatte nach Angaben der Bank vor allem technische Gründe, weil die Dokumentationen für einen britischen Kredit noch nicht vollständig waren. Der britische Immobilienmarkt ist angeschlagener als der deutsche. Ein etwas höherer Anteil an Krediten aus Großbritannien hätte der Nachfrage aber keinen Abbruch getan, sagte ein Analyst. S&P und Moody's bewerten den Jumbo mit der Höchstnote „AAA“.

Die Deutsche Bank will künftig pro Jahr Pfandbriefe über zwei bis drei Mrd. Euro begeben. Damit kann sie sich gerade im derzeitigen Krisen-Umfeld deutlich günstiger refinanzieren als über ungedeckte Anleihen.

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