Deutsche Staatsanleihen: Schäuble verdient beim Schuldenmachen so gut wie nie

Deutsche Staatsanleihen
Schäuble verdient beim Schuldenmachen so gut wie nie

Die Rendite zweijähriger deutscher Staatsanleihen ist auf ein Rekordtief gefallen. Sie sank auf durchschnittlich minus 0,28 Prozent. Die Anleger zahlen drauf, Bundesfinanzminister Schäuble kann sich freuen.
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BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verdient derzeit beim Schuldenmachen so gut wie nie. Bei der Emission von Anleihen mit zweijähriger Laufzeit sank die durchschnittliche Rendite am Mittwoch auf das Rekordtief von minus 0,28 Prozent, wie eine Sprecherin der für das Schuldenmanagement zuständigen Finanzagentur sagte.

Die Anleger bekommen damit anders als üblich keine Zinsen, sondern zahlen stattdessen etwas drauf. Dennoch waren die Papiere gefragt, der Staat hätte gut das Doppelte absetzen können. Die Auktion der Bundesschatzanweisung spülte 3,29 Milliarden Euro in die Kasse.

Grund für die Entwicklung ist die Debatte an den Finanzmärkten, ob Griechenland seine Schuldenprobleme in den Griff bekommt oder aus der Euro-Zone ausscheidet. Dies treibt viele Anleger in "sichere Häfen" wie deutsche Staatsanleihen. Auch Spanien hat bei Versteigerung von kurzlaufenden Staatspapieren jüngst erstmals Geld verdient. Hier sorgt vor allem die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank mit ihrem Kaufprogramm von Staatsanleihen dafür, dass sich Euro-Länder spürbar günstiger refinanzieren können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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