Die meisten Experten rechnen damit, dass die Anleihekurse im nächsten Jahr sinken und die Renditen steigen werden
Käufern von Staatsbonds drohen Verluste

Wie gewonnen, so zerronnen – so stellt sich das zu Ende gehende Jahr für die Besitzer von Staatsanleihen dar. Nachdem die Renditen der Staatsanleihen in Deutschland und den USA zur Jahresmitte bis auf knapp 3,50 bzw. gut 3,10 Prozent gefallen waren, notieren sie inzwischen mit rund 4,25 beziehungsweise 4,20 Prozent über den Ständen vom Jahresanfang. Dabei sind Renditeanstiege von festverzinslichen Anleihen mit Kursverlusten verbunden.

FRANKFURT/M. Grund für die gestiegenen Renditen sind vor allem die Hoffnungen auf eine Erholung der Weltwirtschaft und Ängste, dass die US-Notenbank und später die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen erhöhen werden.

Diese Faktoren werden Anleihen nach Meinung der meisten Experten im nächsten Jahr weiter belasten. Gut 80 Prozent von Merrill Lynch befragte Fondsmanager rechnen damit, dass die Anleiherenditen im nächsten Jahr steigen werden. Ein Sechstel davon erwartet sogar deutlich anziehende Renditen (Handelsblatt vom 17. Dezember).

Unter den meisten Experten gilt es als ausgemachte Sache, dass sich Investoren im nächsten Jahr auf deutlichere Kursverluste und stärkere Renditeanstiege als in den vergangenen zwölf Monaten gefasst machen müssen. Banken gehen im Schnitt davon aus, dass die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen um mindestens 0,50 Prozentpunkte klettern werden. In den USA wird ein noch stärkerer Anstieg befürchtet.

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