Die Zeichen stehen weiter auf Sturm
Die Anleihemärkte sind angeschlagen

In dieser Woche richtet sich der Blick vor allem auf die Notenbanken und den US-Arbeitsmarktbericht.

FRANKFURT/M. Diese Woche dürfte an den Anleihemärkten erneut spannend werden. Der Datenkalender ist prall gefüllt. Dabei stehen die Zeichen für die Bonds weiter auf Sturm, und Banken rechnen zunächst mit weiteren Kursverlusten bzw. Renditeanstiegen der Anleihen. „Die Bullen werden sich nicht blicken lassen“, schreibt die DZ Bank und meint damit, dass die Bond-Optimisten, die auf fallende Renditen setzen, sich zurückhalten werden. Auch die Hypo-Vereinsbank geht davon aus, dass der Druck zu Beginn der Woche anhalten wird.

Besonders wichtig sind die Leitzinsentscheidungen der US-Notenbank Fed am Dienstag und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Bei der Fed wird mit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf vier Prozent gerechnet. Besonderes Augenmerk werden die Marktakteure auf die begleitende Erklärung der Notenbank setzen. Die meisten Volkswirte gehen davon aus, dass die Fed noch keine moderateren Töne in Bezug auf weitere Zinserhöhungen anschlagen wird.

Die EZB wird die Leitzinsen nach vorherrschender Meinung bei zwei Prozent belassen. Viele Beobachter erwarten aber, dass die Notenbank die Märkte noch stärker auf eine Leitzinserhöhung vorbereiten wird. Entsprechende Kommentare gab es schon in der vergangenen Woche. Dazu kamen positive Wirtschaftsdaten wie der Ifo-Index und Warnungen vor einem Inflationsanstieg. Alles zusammen bescherte den Bondmärkten eine schlechte Woche.

Unter dem Strich stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe – Maßstab für die Entwicklung der langfristigen Kapitalmarktzinsen in der Euro-Zone – in der vergangenen Woche um 0,18 Prozentpunkte auf 3,41 Prozent. Einen so deutlichen Renditeanstieg in einer Woche hat es seit Februar nicht mehr gegeben. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor auf Wochensicht 1,59 Prozentpunkte auf 120,28 Prozent. In den USA stieg die Rendite zehnjähriger Treasuries ebenfalls massiv auf 4,57 Prozent.

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