Emission wird heute erwartet
Ungarische Hypo-Bank lockt mit hohen Renditen

Am internationalen Pfandbriefmarkt zeigt sich heute ein neuer Emittent: Das ungarische Hypothekeninstitut FHB Bank wird den ersten auf Euro lautenden Pfandbrief aus Ungarn begeben.

HB FRANKFURT/M. Geplant sind ein Volumen von 100 Mill. Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Papier wird mit privaten Hypothekenkrediten gedeckt sein.

Die Rendite werde voraussichtlich um mehr als 0,20 Prozentpunkte über den fünfjährigen Sätzen zum Tausch fester gegen variabler Zinsen (Swap) liegen, teilten die Konsortialführer Bayerische Landesbank und DZ Bank am Freitag mit. Dieser Satz lag am Abend bei 3,66 Prozent. Damit wird die Rendite deutlich höher sein als bei Pfandbriefen aus anderen Ländern. Deren Renditen liegen teils unter den Swap-Sätzen. Auch gegenüber ungedeckten Bankenanleihen mit einem Rating von „A1“ wird der Pfandbrief einen Aufschlag bieten.

Die hohe Rendite des Pfandbriefs der FHB erklärten die Konsortialführer mit dem geringen Volumen, dem Debüt-Status und dem im europäischen Vergleich schlechten Rating des Papiers. Die Ratingagentur Moody’s bewertet Pfandbriefe der FHB mit „A1“, was immer noch einer guten Bonität entspricht. Die Kreditwürdigkeit wird auch dadurch gestützt, dass die 1997 gegründete FHB Bank mehrheitlich dem ungarischen Staat gehört.

Patrik Götzinger, Investmentbanker bei der DZ Bank, vermutet, dass die FHB Bank den Markt auch im nächsten Jahr anzapfen wird. Außerdem könne die Emission anderen ungarischen und osteuropäischen Hypothekenbanken als Vorbild dienen.

Ungarn hat zwar seit 1997 ein Pfandbrief-Gesetz, doch der Markt ist mit Papieren über knapp vier Mrd. Euro sehr klein. Von daher wird es auch keine liquiden Jumbo- Emissionen geben. Als Jumbos bezeichnet man Pfandbriefe mit einem Volumen von mindestens einer Milliarde Euro. Die in Ungarn „Jelzáloglevél“ genannten Pfandbriefe lauteten bislang ausschließlich auf Forint.

Der Euro-Pfandbrief der FHB werde vor allem an kleinere und mittelgroße institutionelle Investoren und Banken verkauft, sagte Stephan Thiele, Leiter des Geschäfts mit neuen Anleihen bei der Bayerischen Landesbank. Die Mindeststückelung liege bei 50 000 Euro.

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