Ertragslage bei den drei großen US-Autokonzerne bleibt jedoch schwierig
US-Autoanleihen sind im Vergleich billig

Obwohl die Kurse stark gestiegen sind, bieten die Bonds noch höhere Renditen als andere Unternehmenspapiere.

FRANKFURT/M. Alles ist relativ – der Satz von Albert Einstein lässt sich aktuell auf die Bewertung von Unternehmensanleihen übertragen. Diese laufen seit einem Jahr extrem gut, die Kurse steigen, und im Gegenzug sinken die Renditen. Das hat zur Folge, dass die von den Ratingagenturen als sichere Investitionsklasse eingestuften Anleihen (mit Noten zwischen Dreifach-A und Dreifach-B) im Schnitt nur noch knapp 0,8 Prozentpunkte mehr Rendite als Staatsbonds bringen. Am Jahresanfang lag der Aufschlag (Spread) noch bei rund 1,4 Prozentpunkten.

In diesem Umfeld ragen Autoanleihen heraus, die durchschnittlich immerhin noch 1,03 Prozentpunkte höher als Staatsbonds rentieren. Die höchsten Renditen bieten dabei die Bonds von US-Autobauern.

Die bis Juli 2006 laufende Euro-Anleihe von Ford wird derzeit mit 4,40 %, die bis März 2007 laufende von GM mit 4,68 % real verzinst. Mit 3,98 % für eine etwas mehr als dreijährige Restlaufzeit gilt auch Daimler-Chrysler noch als relativ attraktiv. Anleihen der europäischen Autokonzerne wie Volkswagen, BMW, Peugeot oder Renault hält Michael Mewes, Leiter des Teams für festverzinsliche Wertpapiere bei der Fondsgesellschaft JP Morgan Fleming auf Grund der geringeren Spreads dagegen für zu teuer. Bei den großen drei – Ford, GM und Daimler-Chrysler, betrachtet Mewes die Unternehmensrisiken zudem aktuell als überschaubar.

Die Risiken bei GM und Ford haben sich auch nach Meinung von Bondanalysten nach den über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen der vergangenen Woche verringert, die für einen weiteren Rückgang der Renditen sorgten.

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