Euro-Krise
Spanien platziert neue Anleihen

Spanien konnte sich erfolgreich am Kapitalmarkt refinanzieren. Für die 4,56 Milliarden Euro musste Spanien aber höhere Zinsen hinnehmen. Ein Großteil der Nachfrage sei von spanischen Banken gekommen.
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MadridSpanien hat sich erfolgreich im Volumen von 4,56 Milliarden Euro am Kapitalmarkt refinanziert, dafür aber etwas höhere Zinsen zahlen müssen. Eigentlich war vorgesehen, zwischen 3,5 und 4,5 Milliarden Euro über neue Anleihen einzunehmen. Für eine Anleihe mit einer Laufzeit von sechs Monaten belief sich die durchschnittliche Rendite nach Angaben vom Dienstag auf 0,911 Prozent, für 12-Monats-Papiere auf 1,367 Prozent. Bei vergleichbaren Auktionen hatte der Zins zuletzt bei 0,83 Prozent beziehungsweise 1,253 Prozent gelegen.

Ein Großteil der Nachfrage sei von spanischen Banken gekommen, sagte ING-Zinsexperte Alessandro Giansanti. Der Zinsanstieg liege im Rahmen der jüngsten Tendenz in der Euro-Zone. Seit den Rekordständen im Sommer 2012 sind die Zinslasten für Spanien aber deutlich gefallen - vor allem dank dem Bekenntnis der Europäischen Zentralbank, den Euro mit allen Mitteln zu verteidigen. Weil die US-Notenbank Fed ihre Konjunkturhilfen aber diese Woche langsam herunterfahren dürfte, steigen momentan die Zinsen vieler Papiere.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krise: Spanien platziert neue Anleihen"

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  • Kein Wunder, die plazieren die dann direkt wieder bei der EZB und haben ein fettes Zinsarbitragegeschäft!
    Selbstbedienungsladen!

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