Euro-Retter

Warum sich China in Europa einkauft

Europa steckt tief in der Schuldenkrise. Unterstützung könnte nun aus China kommen. Das Land investiert gezielt in Anleihen europäischer Schuldenstaaten. Doch die Hilfe ist nicht selbstlos.
17 Kommentare
China investiert gezielt in europäische Staatsanleihen. Quelle: Reuters

China investiert gezielt in europäische Staatsanleihen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfChinesen kaufen unsere Autos, sie kaufen unsere Maschinen. Jetzt sollen sie Europas Schulden aufkaufen. Nach einem Bericht der „Financial Times“ hat der Finanzminister Italiens, Giulio Tremonti, China in der Schuldenkrise um Hilfe gebeten. Tremonti soll sich in Rom mit hochrangigen Vertretern der China Investment Corporation (CIC) getroffen haben. Gesprächsthema: der Ankauf von italienischen Staatsanleihen „in großem Stil“.

Italien braucht dringend Geld. Am 15. September muss das Land Anleihen im Volumen von 14,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Bereits heute stand die Auktion fünfjähriger italienischer Anleihen an. Dabei musste der Schuldenstaat deutlich höhere Zinsen zahlen; die Rendite stieg im Vergleich zur vorherigen Auktion im Juli von 4,93 Prozent auf 5,6 Prozent. Immerhin lag der Erlös bei 3,9 Milliarden Euro und damit am oberen Ende der angepeilten Spanne von drei bis vier Milliarden Euro.

Chinesische Politiker haben in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass sie Europa unterstützen werden. In Spanien, Portugal und Griechenland hat die Volksrepublik bereits investiert. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Nach Schätzungen soll ein Viertel der chinesischen Währungsreserven in Euro-Anleihen investiert sein.

Chinas Bedeutung für die Weltwirtschaft und für die Finanzmärkte ist kaum zu überschätzen. Während das Wachstum im Westen schwächelt, beeindruckt China mit starken Wirtschaftsdaten. China trägt mehr als ein Viertel zum globalen Wachstum bei. Durch seine enormen Handelsüberschüsse hat das Land Reserven in Höhe von 3,2 Billionen Dollar angehäuft, einen Teil davon verwaltet der Staatsfonds CIC. Das Geld will angelegt werden - es fließt nach Afrika in Agrarland, in Bodenschätze der arabischen Länder oder eben in Schulden der Industriestaaten.

China hofft auf Entgegenkommen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

17 Kommentare zu "Euro-Retter: Warum sich China in Europa einkauft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • es zeigt nur, unter welchem Druck Berlusconi zu stehen scheint: Europa sollte vorsichtig sein mit dem "Gesichtsverlust".
    Berlsuconi hat ja, verglichen mit seinem Land, eher weniger zu verlieren als lediglich das....

  • Die Meldung über Anleihe-Käufe wurde vorhin DEMENTIERT -sollte wohl nur per Gerüchte den Markt stabilisieren.

    Die italienische Regierung hat China nach Angaben von Wirtschaftsminister Antonio Gentile nicht um konkrete Hilfegebeten. Die Regierung hat nur über direkte Investitionen in der Industrie gesprochen, aber nicht über Anleihenkäufe
    (man hatte sich doch schon so gefreut, daß die EZB entlastet würde)

    Neues aus USA:
    Morgan Stanley passt das EUR/USD-Kursziel für 2011 auf 1,30 an.

  • Guten Tag,.... Es ist eine Schande,..... wir werden von Vollidioten und Dummschwaetzern regiert;.... und die Schlitzaugen ( die uns in Wahrheit Abgrundtief verachten ) kaufen uns auf dem Flohmarkt auf. Gute Nacht

  • .......warum China das macht? Nun, das ist doch ganz einfach. Wieso einfach? Die Asiaten ganz zu Beginn Japan vor vielen Jahren, holen sich damit europäisches im Besonderen deutsches Now How in ihre Werkstätten. Sie haben es nicht und können es nicht Spitzenleistungen auf die Bühne zu stellen. Und wenn sie es haben, haben sie es vorher geklaut, ja gestohlen ohne rot zu werden. Ihr Verständnis von geistigem Diebstahl ist ein ganz anderes. Geistiger Diebstahl bei den Asiaten gehört zu den Großtaten und gehört genau wie das Atmen zum Leben. Sie treten in Massen auf Messen und in deutschen Firmen auf, jeder dieser Banditen hat eine Aufgabe, die er mit aller-größtem Engagement durchzuführen hat. Will nur von einem Fall berichten, wie es zu Beginn die Japaner gemacht haben. Mitsubishi hatte seine Spione die auf deutsche Firmen angesetzt wurden so getimt, daß sie aus dem Knopfloch des Jaketts fotografieren konnten. Was sie dann auch taten. Und wir waren so blöde, daß wir diese Banditen hereinließen und uns noch gebauchpinselt fühlten indem wir alles zuließen. Das heißt in den deutschen Firmen wurde bereitwilligst Auskunft gegeben über Produktionsprozesse und Ergebnisse. Ehe das deutsche Mangagement begriff, dass sich bei den Besuchen es um nichts anderes handelte als nur Wissen auszuspionieren und nichts anderes, war es zu spät.Zuhause angekommen, wurde sofort Tag und Nacht die geklauten Ideen in die Tat umgesetzt um nach kurzer Zeit mit einem baugleichen Artikel auf den Markt zu kommen. Mit dem Ergebnis um die Hälfte billiger. Die Prügel die wir da bezogen haben, ist noch heute auf den Körpern deutscher Ingenieure durch offene Wunden sichtbar. Was heißt das nun? Hier bei uns produzieren und exportieren nach Asien und nichts anderes. Die Asiaten sind die besseren Psychologen. Wir sind naiv, leutselig, gesprächig, anstatt die Klappe zu halten und mit Überraschungen zu kommen, daß denen der Ober- und Unterkiefer nach hinten klappt.

  • Richtig! Auch chinesische Löhne hier. Dann hätte man auch hier Handelsüberschüsse.

  • Gefällt mir ! "Durch seine enormen Handelsüberschüsse hat das Land China Reserven in Höhe von 3,2 Billionen Dollar angehäuft."
    Wo sind denn unsere Reserven ? Wir machen Schulden .

  • "Über ihre Verhältnisse gelebt" das ist eine fiese Unterstellung die eigentlich vom echtem Problem ablenken und das Hungern als moralische Pflicht erscheinen lassen soll.
    Man kann über seiner Verhältnisse und trotzdem unter seiner Bedürfnisse leben. Viele tun das auch, sie sind überschuldet und haben trotzdem kaum genug Geld um sich Kleider oder Lebensmittel für sich selbst und für die Kinder zu kaufen.

  • Blödsinn, wir sollen dann halt vor der Ideologie chinesischer Kommunisten kuschen anstatt vor der Fehlwahrnehmung einer EU-Regierung, die wir indirekt über nationale Wahlen beeinflussen können?

  • Das Totengräberduo Merkel/Schäuble wird am Mittwoch mit Stimmen der Roten und Grünen die Transferunion unwideruflich installieren gegen die Stimmen ihrer eigenen Koalition.

    Spätestens dann sollte die letzte deutsche Schlafmütze aufgewacht sein und schnellstmöglich sein Konto leeren, bevor die ersten Pflastersteine in die bundesweiten Parteibüros fliegen.

  • warum soll denn die meldung stimmen.die kaufen unternehmensbeteiligungen oder gleich den ganzen
    laden aber doch nicht schüttelanleihen,davon hamn
    se genug in dollar.

    is ja schön,daß der italienische finanzminister werbung für italienfinanzierung macht,daß kann man bei seiner stellung aber auch erwarten

    den gleichen mist hat gestern prof.hickel auf PHÖNIX erzählt

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%