Euro-Staatsanleihen: Irland hofft auf ein besseres Rating

Euro-Staatsanleihen
Irland hofft auf ein besseres Rating

Im Dezember verließ Irland den EU-Rettungsschirm. Jetzt hofft der Chef der irischen Schuldenverwaltung, dass die Ratingagentur Moody´s sein Land vom Junk-Bond-Stigma befreit. Bald steht eine neue Bewertung an.
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FrankfurtTrotz Ausstieg aus dem EU-Rettungsschirm bewertet die Ratingagentur Moody´s die Bonität Irlands immer noch schlecht. Für den 17. Januar wurde eine neue Einschätzung angekündigt. John Corrigan, Chef der irischen Schuldenverwaltung, scherzte in der vergangenen Woche, seine Leute würden ihre „besten Anmachsprüche“ nutzen, um die Agentur freundlich zu stimmen.

Ob die Charmeoffensive von der Grünen Insel etwas bringen wird, darüber sind die Analysten uneins. Zwar konnte das Land im Dezember als erstes aus den europäischen Rettungsprogrammen aussteigen, doch die Sorge bleibt, dass die Regierung die zugesagte Summe von 64 Milliarden Euro für die Unterstützung der maroden Banken wird aufstocken müssen.

„Auf der einen Seite scheint es nur eine Frage zu sein, wann, nicht ob, Moody's das Rating für Irland anhebt“, sagt Eoin Fahy, Volkswirt bei Kleinwort Benson Investors in Dublin. „Doch auf der anderen Seite scheint Moody's immer noch Bedenken wegen der Banken zu haben, und das dämpft in gewisser Weise die Erwartungen, dass sie jetzt schon handeln werden.“

Irland und Portugal, die beide Rettungsgelder erhalten hatten, sind diese Woche an die internationalen Anleihemärkte zurückgekehrt und haben die Hoffnung verstärkt, dass in der europäischen Schuldenkrise das Schlimmste vorbei ist. Zwar sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag, es sei voreilig, den Sieg über die Krise zu erklären, doch Irland gelang es, über ein Bankenkonsortium neue zehnjährige Bonds zu den niedrigsten Kreditkosten seit mehr als 13 Jahren am Markt unterzubringen.

Corrigans National Treasury Management Agency nahm mit der Anleihe 3,75 Milliarden Euro ein, bei einer Rendite von 3,543 Prozent. Es war die niedrigste mindestens seit dem Jahr 2000, als Irland den Euro einführte, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen.

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