Europa erwartet Leitzinserhöhung
Zinsvorsprung von US-Anleihen schmilzt

Der Zinsvorsprung amerikanischer Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit über ihr deutsches Pendant ist in der vergangenen Woche auf nur noch gut einen halben Prozentpunkt zusammengeschmolzen. Er ist damit so niedrig wie seit Jahren nicht mehr.

HB FRANKFURT. Hintergrund sind divergierende Einschätzungen diesseits und jenseits des Atlantik darüber, wie sich die jeweiligen Volkswirtschaften entwickeln und wie die Notenbanken darauf reagieren werden.

Während in den USA die meisten Analysten glauben, dass eine Konjunkturabschwächung bevorsteht, nimmt die Wachstumszuversicht im Euroraum zu. Zinstermingeschäfte am Geldmarkt zeigen, dass in den USA nun wieder mit einer Zinssenkung der Notenbank zu Jahresmitte gerechnet wird. Demgegenüber überwiegt in Europa die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank nicht nur am Donnerstag, sondern dann nochmals zur Jahresmitte ihren Leitzins erhöht.

Am Freitag sorgten ein gefallenes Konsumklima und sinkende Aktienkurse in den USA dafür, dass die Rendite der zehnjährigen Treasuries nochmals um fünf Hundertstel auf 4,50 Prozent nachgab, ein Wochenrückgang von 17 Hundertsteln. Demgegenüber sank die Rendite der in Europa tonangebenden deutschen Anleihen nur um elf Basispunkte auf 4,93 Prozent.

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