Europäische Anleiherenditen steigen wieder
Kapitalnachfrage europäischer Staaten bleibt hoch

Die Kapitalmarktzinsen sind beim Start in die neue Woche wieder gestiegen. Die insgesamt nur geringen Umsätze an den europäischen Anleihemärkten waren vor allem die Folge der feiertagsbedingten Abwesenheit amerikanischer Bondhändler.

FRANKFURT/M. Die Kapitalmarktzinsen sind beim Start in die neue Woche wieder gestiegen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen wurde am Abend mit 3,17 (nach 3,16) Prozent ermittelt. Der September-Kontrakt des Bund-Futures, der sich konträr zur Rendite der Anleihen entwickelt, verlor 14 Basispunkte auf zuletzt 123,17.

Die Ursache für diese Entwicklung sahen Marktbeobachter zum einen in den zuletzt wieder auflebenden Spekulationen über weiter steigende US-Leitzinsen. Unerwartet gute Konjunkturdaten hatten in den vergangenen Tagen ein positives Bild der US-Wirtschaft gezeichnet und daher die Erwartung der meisten Marktteilnehmer auf eine Fortsetzung der auf Leitzinserhöhungen ausgerichteten Geldpolitik der dortigen Notenbank bestätigt. Für das Euroland erwarten die meisten Akteure an den Bondmärkten zunächst einmal keine Veränderungen der Zinspolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf der am Donnerstag dieser Woche anstehenden Sitzung des geldpolitischen Gremiums der EZB. Die Leitzinsen in der Eurozone liegen seit dem Jahr 2003 unverändert bei 2,0 Prozent.

Auch der gegenüber dem US-Dollar schwache Euro wurde von Händler als Argument für die am Montag in Europa gestiegenen langfristigen Zinsen genannt. Für den Euro scheine jetzt eine „Tour der Leiden“ zu beginnen, sagt Gregor Beckmann von HSBC Trinkaus & Burkhardt. An den Märkten wird die Gefahr gesehen, dass große Kapitalsammelstellen ihr Kapital vor dem Hintergrund der Euro-Schwäche stärker im Dollar-Raum platzieren könnten.

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