Anleihen
Euroschwäche belastet europäische Staatsanleihen

Die europäischen Renten haben am Donnerstag belastet von Einbußen bei den US-Staatsanleihen am Vortag und einem schwächeren Euro leichte Kursverluste verbucht. Händler verwiesen allerdings auf die Zurückhaltung der Anleger vor der Veröffentlichung einer Reihe von US-Konjunkturdaten am Nachmittag.

Reuters FRANKFURT. „Der Euro ist gedrückt worden und das hat die Renten belastet“, sagte ein Bond-Händler in London. Ein anderer Börsianer sagte, der Markt warte nun auf die US-Konjunkturdaten am Nachmittag. „Wenn die Daten negativ ausfallen, sollte es an den Rentenmärkten eher wieder nach oben gehen, da eine mögliche Zinserhöhung in den USA in den Hintergrund rückt.“

Experten rechnen damit, dass die US-Notenbank Federal Reserve bei einer deutlichen Konjunkturerholung die Leitzinsen auf längere Sicht wieder erhöhen wird. Dies würde Druck auf die europäischen Staatsanleihen ausüben, da der Zinsabstand zwischen den USA und Europa kleiner würde und die europäischen Festverzinslichen daher an Attraktivität verlieren würden. Zudem geben Investoren in Phasen einer Konjunkturerholung gewöhnlich Aktien den Vorzug vor Renten.

Am Nachmittag werden aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr MESZ), die Frühindikatoren für Juli (16.00 Uhr) sowie der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia (18.00 Uhr) für August erwartet. Von Reuters befragte Analysten erwarten beim Philadelphia-Index einen Anstieg auf 9,9 Punkte von 8,3 Punkten im Juli.

Der richtungweisende Bund-Future lag gegen Mittag 15 Ticks im Minus bei 113,98 Punkten. Der Bobl-Future fiel um 14 Basispunkte auf 110,96 Stellen und der Schatz-Future gab vier Ticks auf 105,84 Zähler nach.

Die zehnjährige Bundesanleihe notierte 17 Ticks tiefer bei 96,500 Stellen und rentierte auf diesem Niveau bei 4,189 Prozent. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg bis zum Mittag um 1,2 Prozent auf 3544 Punkte.

Die börsennotierten öffentlichen Anleihen fielen im Kassa-Vergleich. 66 Papiere verloren bis zu 1,1 Prozentpunkte. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen stieg auf 3,94 (Vortag 3,86) Prozent. Der Rex-Rentenindex fiel um 0,4 Prozent auf 117,62 Stellen.

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