Experten sehen jedoch keine nachhaltige Trendwende
Anleihe-Renditen in Europa steigen deutlich

Die europäischen Anleihemärkte zeigten sich zum Wochenauftakt überraschend schwach. Händler und Analysten hatten wegen mangelnder Impulse von konjunktureller Seite mit einem eher ruhigen Tag gerechnet. Eine nachhaltige Trendwende sehen sie aber auch jetzt noch nicht.

HB FRANKFURT/M. Zum Handelsschluss lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 3,13 Prozent und damit deutlich über dem Stand vom Freitag. Anleiherenditen entwickeln sich gegenläufig zu den Kursen. Der Bund-Future mit Fälligkeit im Dezember brach um 0,69 Prozentpunkte auf 122,87 Prozent ein. Sein Tagestief lag bei 122,83 Prozent.

Belastend wirkten der schwächere Euro und die Ankündigung der niederländischen Zentralbank, dass die Reform für Pensionskassen erst im Januar 2007 und nicht schon im nächsten Jahr in Kraft tritt. Die Reform sieht vor, dass Pensionskassen die Laufzeiten ihrer Verbindlichkeiten denen ihrer Anlagen angleichen müssen. Die Aussicht darauf hat in der Vergangenheit allem die Nachfrage nach lang laufenden Anleihen beflügelt.

Dazu kam, dass der Bund-Future mehrere aus technischer Sicht wichtige Unterstützungmarken durchbrach. „Zwischen 122,90 und 122,70 Prozent, sollte der Bund-Future aber einen Boden finden“, sagte Ansgar Krekeler, technischer Analyst bei der WGZ-Bank. Danach könnte der Bund-Future durchaus wieder in Richtung 124 Prozent vorstoßen. Insgesamt sei der Aufwärtstrend noch intakt, das Potenzial für neue Höchstkurse aber gering.

In den USA stiegen die Renditen der Staatsanleihen ebenfalls. Die Sätze zehnjähriger so genannter Treasuries lag im New Yorker Geschäft zum Schluss bei 4,18 Prozent, und damit deutlich über dem Niveau vom späten Freitag.

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