EZB-Ankündigung
Niedrige Zinsen belasten Bundesanleihen

Die Niedrigzinspolitik der EZB hat spanischen und italienischen Staatsanleihen einen Höhenflug beschert. Die Bundesanleihen hingegen litten unter der Nachricht.
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Spanische und italienische Staatsanleihen haben am Freitag Kursgewinne verbucht. Die Bundesanleihen notierten hingegen etwas schwächer.

Rückenwind erhielten die Spanien- und Italien-Bonds von der Zusicherung des EZB-Präsidenten Mario Draghi auf der Pressekonferenz am Donnerstag, die Zinsen weiterhin niedrig zu halten. Das kurbelte die Nachfrage nach Alternativen zu Bundesanleihen an.

„Draghi hat signalisiert, dass sie bereit sind, andere Optionen zu erwägen, und in dem Sinne ist die Tür für eine weitere Lockerung weit offen”, sagte Elwin de Groot, Marktökonom bei der Rabobank Nederland in Utrecht. „Noch wichtiger ist, dass er erneut bekräftigt hat, dass die Verfahrensweise bei Zypern ein Sonderfall war. Das ist in den Augen der Investoren beruhigend, insbesondere hinsichtlich der Lage in Spanien und Italien.”

Zehnjährige spanische Papiere rentierten bei 4,85 Prozent fünf Basispunkte niedriger. Die Rendite von zehnjährigen italienischen Anleihen fiel um acht Basispunkte auf 4,47 Prozent. Zehnjährige französische Bonds kletterten den vierten Tag infolge. Die Rendite sank auf ein Rekordtief von 1,77 Prozent.

Hingegen stieg die Rendite von Bundesanleihen gleicher Laufzeit um einen Basispunkt auf 1,25 Prozent. Am Terminmarkt notierte der Bund-Future bei 145,93 Prozent drei Basispunkte niedriger. Die Rendite von zehnjährigen US-Staatspapieren war bei 1,77 Prozent wenig verändert.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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