Fallende Notenbankzinsen erwartet
Renditen am Bondmarkt fallen deutlich zurück

Die Renditen am amerikanischen und europäischen Bondmarkt gaben in der abgelaufenen Woche zum zweiten Mal in Folge nach und fielen zum Teil auf das niedrigste Niveau seit März. Dazu trugen vor allem neue Daten zum US-Immobilienmarkt bei, die darauf hindeuteten, dass die Abkühlung deutlich schneller vonstatten geht als bisher erwartet.

HB FRANKFURT. Zwischen dem kurzfristigen Notenbankzins und der Rendite zehnjähriger Anleihen verläuft die Zinskurve in den USA deutlich invers. Das heißt, für längere Laufzeiten sind die Zinsen niedriger als für höhere. Das gilt gemeinhin als Indiz für die Gefahr einer deutlichen Wachstumsabschwächung. Der US-Leitzins liegt bei 5,25 Prozent, die Rendite zweijähriger Staatsanleihen sank in den letzten zwei Wochen um 19 Basispunkte auf 4,86 Prozent, die Rendite zehnjähriger auf 4,78 Prozent. Das spiegelt wieder, dass die Händler kaum noch eine weitere Zinserhöhung erwarten und für nächstes Jahr sogar mit fallenden Notenbankzinsen rechnen. Eine ganze Reihe von Wirtschaftsdaten wird in der nächsten Woche den Marktteilnehmern Gelegenheit geben, die Plausibilität dieser Einschätzung zu überprüfen.

Der europäische Bondmarkt folgte den US-Vorgaben. Dei Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel in den vergangenen zwei Wochen auf 3,79 Prozent.

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