Ferrari, Berkshire, Pemex
Emission von Euro-Anleihen nimmt zu

Anleihen in Euro sind derzeit beliebt bei Emittenten. Mit Ferrari und Berkshire Hathaway setzen zwei große Konzerne auf Bonds, die in der Gemeinschaftswährung denominiert sind. Doch das Marktumfeld bleibt volatil.

LondonWarren Buffetts Berkshire Hathaway und Ferrari gehören zu den führenden Emittenten von auf Euro lautenden Anleihen. Die Ausgabe von Bonds, die in der Gemeinschaftswährung denominiert sind, belebt sich.

Berkshire will laut informierten Kreisen Papiere im Gesamtvolumen von 2,75 Milliarden Euro mit Laufzeiten von vier, acht und zwölf Jahren platzieren, deren Erlös zur Rückzahlung von Krediten benutzt werden soll, die für den Erwerb von Precision Castparts aufgenommen wurden. Einen Tag vor der Offerte platzierte Berkshire Anleihen im Rekordvolumen von 9 Milliarden Dollar.

Auch Ferrari und Petroleos Mexicanos lassen sich anlocken von Fremdkapitalkosten, die angesichts der Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerung durch die Europäische Zentralbank sinken, und kommen mit Euro-Anleihen auf den Markt. In der vergangenen Woche platzierten Unternehmen mit starken Bonitätsnoten Papiere im Volumen von über 30 Milliarden Euro, wie sich aus von Bloomberg zusammengestellten Datenergibt. Das ist fast die Hälfte des Gesamtvolumens von 63 Milliarden Euro aus dem Januar.

„Die Neu-Emissionen kommen wieder in Gang, aber das Marktumfeld bleibt recht volatil“, sagte Chris Bowievom Vermögensverwalter Twentyfour Asset Management in London. „Ich sähe es nicht gern, wenn die Renditen noch weiter schrumpfen würden“, sagte er im Hinblick auf die Berkshire-Offerte.

Berkshire hat bei ihrer Anleiheplatzierung die Renditeaufschläge gegenüber der ursprünglichen Indikation verringert. So wurden die 4-jährigen Anleihen laut einer mit dem Vorgang vertrauten Person zunächst mit einer Rendite von 85 Basispunkten über dem mittleren Swapsatz vermarktet, platziert wurde die 1 Milliarde Euro schwere Tranche zu 60 Basispunkten über dem mittleren Swapsatz. Bei den 8-jährigen Papieren für 1 Milliarde Euro sank der Spread von ursprünglich 120 Basispunkten auf 95 Basispunkte. Für die 12-jährigen Anleihen im Volumen von 750 Millionen Euro waren anfangs 165 Basispunkte geplant, auf den Markt kamen sie zu 140 Basispunkten.

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90 Basispunkte über der Benchmark

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