Fiat-Anleihe
Fiat plant erste neue Anleihe seit fast fünf Jahren

Der italienische Fiat-Konzern will in der nächsten Woche zum ersten Mal seit knapp fünf Jahren wieder den Anleihemarkt mit einer großen Emission anzapfen. Geplant ist ein Bond mit sieben Jahren Laufzeit, der mindestens 500 Mill. Euro schwer werden soll.

cü HB FRANKFURT. Händler rechnen mit einem Volumen von 750 Mill. bis maximal einer Mrd. Euro. Das Mandat für die Anleihe teilen sich Citigroup, Barclays Capital, BNP Paribas und Unicredit Banca Mobiliare. Dass eine Anleihe geplant ist, hatte zuvor Fiat-Chef Sergio Marchionne bei der Vorlage der überraschend guten Quartalszahlen angekündigt (Seite 12). „Wir haben zwar genügend Liquidität, wollen mit der Anleihe aber die derzeit idealen Marktbedingungen nutzen“, sagte Marchionne.

Zuletzt hatte Fiat im Mai 2001 eine Anleihe über drei Mrd. Euro begeben, von denen die Tranche über 1,7 Mrd. Euro im Mai 2006, die andere im Mai 2011 fällig wird. Die Kurse sind seit der Emission deutlich gestiegen und die Renditen gesunken, obwohl die Ratingagenturen die Bonität von Fiat drastisch gesenkt haben. Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s bewerten Fiat nur noch mit „BB-“ und „Ba3“ und damit als schwachen Schuldner mit Junk-Bond-Ratings. Moody’s setzte den Ratingausblick gestern immerhin auf stabil von zuvor negativ.

Im Handel mit Staatsanleihen gerieten zweijährige Bonds vor den Leitzinsentscheidungen in den USA und der Euro-Zone in dieser Woche unter Druck. Die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung stieg bis auf ein Dreijahreshoch von 3,03 Prozent. Die zweijährige US-Staatsanleihe rentierte zeitweise mit 4,53 Prozent auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Am langen Ende wurde die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe unverändert mit 3,47 Prozent ermittelt, der Bund-Future stieg um 0,13 Prozentpunkte auf 120,35 Prozent. In den USA stieg die zehnjährige Rendite auf 4,53 Prozent.

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