Finanzkrise
S&P stuft Fannie und Freddie ab

Das weckt Erinnerungen an die Hochphase der Finanzkrise: Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft Fannie Mae und Freddie Mac herab. Beide Immobilienfinanzierer sind auch drei Jahre nach der Finanzkrise immer noch angeschlagen.
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New YorkDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat am Montag die Bonität der staatlich geförderten US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac herabgestuft. Auch die Bewertung für andere Behörden, die mit langfristigen Krediten der US-Regierung in Verbindung stehen, wurde gesenkt. Betroffen von der Herabstufung waren nach Angaben von S&P auch Kreditgeber für Bauern, langfristige von der US-Regierung garantierte Kredite, die von 32 Banken und Kreditgenossenschaften herausgegeben werden, sowie drei große Abrechnungsstellen, wie S&P mitteilte.

In allen Fällen sei die Bonität von der Bestnote „AAA“ auf „AA+“ herabgestuft worden, hieß es. Alle betroffenen Behörden und Banken verfügten über Schuldtitel, die wirtschaftlichen Schwankungen und einer weiteren Herabstufung langfristiger Kredite der US-Regierung ausgesetzt seien.

Beide Immobilienfinanzierer sind auch drei Jahre nach der Finanzkrise immer noch angeschlagen. 2008 konnten nur staatliche Garantien ihren Kollaps vermeiden. Die Analysten der Ratingagentur rechnen damit, dass die Rettung den Steuerzahler am Ende rund 280 Milliarden Dollar kostet.

Unter dem Schirm des Staats sind die beiden Institute seit der Krise nicht kleiner und damit weniger gefährlich, sondern noch größer geworden. Ihre Bilanzsummen stiegen um mehr als das Dreifache (siehe Grafik). Weil Banken sich bei der Immobilienfinanzierung bereits jetzt zurückhalten, besitzen oder garantieren Freddie und Fannie nun die Hälfte der 10,4 Billionen Dollar an Hypotheken, die Kunden in den USA aufgenommen haben. Und der Anteil wächst stetig, weil die Großbanken zwar weiter Baufinanzierungen vergeben, diese aber meist sofort an Freddie und Fannie weiterverkaufen. Die beiden Immobilienfinanzierer sind aus politischen Gründen gehalten, diese Papiere auch weitgehend anzukaufen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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