Finanzministerium offenbar besorgt
US-Staatsanleihenhandel unter der Lupe

Die amerikanische Wertpapier- und Börsenbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) nimmt den US-Handel mit amerikanischen Staatsanleihen unter die Lupe. Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" (Online-Ausgabe) vom Montag kommen dabei auch die Schweizer Großbanken UBS und Crédit Suisse ins Visier.

HB NEW YORK. Die SEC untersuche, ob die UBS in Manipulationen von US-Staatsanleihepreisen verwickelt war. Unterdessen habe ein Anleihehändler der Crédit Suisse Group das Unternehmen verlassen, während der vier Billion Dollar große Staatsanleihemarkt unter die behördliche Lupe gekommen sei.

Diese Entwicklungen bedeuten nach Darstellung der Zeitung potenziell wichtige Schritte in der Regierungsuntersuchung über den Handel im Staatsanleihenmarkt. UBS kooperiere mit der Behörde, erklärte ein Firmensprecher der Zeitung. Crédit Suisse nahm keine Stellung.

Das US-Finanzministerium ist nach Angaben der Zeitung im Hinblick auf den Handel im riesigen Markt für seine Wertpapiere besonders wachsam. Durch deren Verkauf wird das US-Haushaltsdefizit finanziert, und die amerikanische Notenbank verwendet die Papiere, um Geldpolitik zu betreiben.

Im vergangenen Monat habe sich James Clouse, ein Staatssekretär für Bundesfinanzen im US-Finanzministerium, besorgt über den Handel mit Anleihen und Schuldscheinen im Terminmarkt und in anderen Marktbereichen geäußert. Die SEC und die für den für die Überwachung des Terminhandels zuständige Aufsichtsbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) sei nach Angaben Clouses eingeschaltet worden. Am 6. November wollten sich Vertreter der Federal Reserve Bank of New York mit 22 großen Anleihehändlern treffen.

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