Anleihen
Firmenbonds in den USA bergen Risiken

Bei US-Unternehmensanleihen könnten Kursverluste drohen, weil die Unternehmen ihre wachsende Liquidität vorwiegend für höhere Dividenden und Aktienrückkäufe verwenden. Für die Bedienung von Anleihen steht dadurch weniger Geld zur Verfügung.

HB NEW YORK. Ende 2003 hatten US-Industrieunternehmen 925 Mrd. Dollar an liquiden Mitteln auf Bankkonten und in Geldmarktfonds. Das entspricht 4,6 Prozent ihrer Bilanzsumme. So hoch war der Anteil barer Mittel nach Angaben der US-Notenbank seit 1963 nicht mehr. Das dürfte das Ende der bilanzstärkenden Maßnahmen einläuten, die viele Unternehmen durchgeführt haben. "Das Pendel schwingt in die andere Richtung, nämlich zu einem Finanzmanagement, das den Aktionären auf Kosten der Anleihegläubiger Vorteile verschafft", warnt Mark Kiesel, Portfoliomanager bei der Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co (Pimco).

"Kreditfinanzierte Unternehmensübernahmen, Zukäufe und Buyouts mit hohem Anteil an Fremdkapital gehören zu den weiteren Risiken, die Gläubigern von Unternehmensanleihen drohen," sagt Don McConnell, leitender Anleihehändler bei Mutual of Omaha Investment Management. Anleiheinvestoren sollten sich deshalb über die zweite Stufe im Zyklus Sorgen machen, in der sich die Finanzchefs weniger auf eine Senkung des Verschuldungsgrads als auf die Investition von liquiden Mitteln konzentrierten.

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