Anleihen
Fitch plädiert für bessere Bond-Prospekte

Die Ratingagentur Fitch hält die Dokumentationen vieler Unternehmensanleihen für unzureichend.

cü FRANKFURT/M. Ein Problem dabei sei vor allem, dass Anleihe-Investoren bei unerwarteten Risiken – so genannten Event Risks wie einem Eigentümerwechsel oder dem massiven Verkauf von Vermögensteilen – ungenügend geschützt seien. „Wir können nicht voraussehen, dass ein Unternehmen Lücken in den Anleihe-Prospekten ausnutzen wird. Im Nachhinein kann es aber zu Herabstufungen kommen, wenn bei Event Risks die schwache Position der Bond-Besitzer deutlich wird“, schreibt Fitch in einer heute erscheinenden Studie. Zudem seien Anleihen oft nachrangig zu Bankkrediten, was aber erst zum Tragen komme, wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten komme. Als Beispiele nennt die Agentur unter anderen Ahold und Pro Sieben Sat 1 Media.

Vergangenen Woche hatten 26 große Fondsgesellschaften unter Federführung von Barclays Global Investores, Gartmore und M&G ebenfalls bessere Bond-Standards gefordert. Dabei waren auch die Anleihe-Dokumentationen und der Schutz der Anleihe-Besitzer bei unerwarteten Risiken ein Thema. Fitch stimmt der Forderung der Fonds-Experten in vielen Punkten zu und will mit Investoren über bessere Anleihe-Dokumentationen sprechen.

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