Fondsmanager warnen

EZB sollte hunderte Mrd. locker machen

EZB-Chef Draghi will „alles Notwendige“ tun, um den Euro zu erhalten. Viele Fondsmanager glauben nicht an die Macht der Notenbank. Auch wenn heute das vollmundige Versprechen Mario Draghis funktioniert.
Update: 02.08.2012 - 11:30 Uhr 23 Kommentare

Befreiungsschlag gegen die Schuldenkrise?

Die Europäische Zentralbank wird nach Ansicht von einigen Fondsmanagern nicht in der Lage sein, weiterhin die spanischen Fremdkapitalkosten zu drücken. Auch wenn Spanien heute erfolgreich 3,13 Mrd. Euro am Markt besorgte und das dabei mehr bekam als erhofft. Angepeilt hatte das Land ein Volumen von 2,0 bis 3,0 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach den Papieren war hoch, die Emissionen waren 2,4 bis 3,0-fach überzeichnet.
Im zehnjährigen Laufzeitbereich stieg die Emissionsrendite auf 6,647 Prozent, verglichen mit 6,43 Prozent bei der Emission am 5. Juli. Der vierjährige Spanien-Bond war mit einer Emissionsrendite von 5,971 Prozent ausgestattet, gegenüber 5,536 Prozent im Juni. Der zweijährige Bond wies eine Durchschnittsrendite von 4,774 auf.

Am heutigen Donnerstag tagt zudem der EZB-Rat in Frankfurt. In der vergangenen Woche hatte Präsident Mario Draghi zugesichert, die Währungshüter würden „alles Notwendige“ tun, um den Euro zu erhalten. Unterdessen trifft sich der italienische Ministerpräsident Mario Monti mit seinem spanischen Amtskollegen, um eine gemeinsame Linie in der Krise zu erarbeiten.

Die Kommentare von Draghi in der vergangenen Woche lösten eine Rally bei spanischen und italienischen Anleihen aus, obwohl deutsche Politiker und Notenbanker weiterhin die EZB ermahnten, sich an das Verbot der Staatsfinanzierung zu halten. Die EZB hat bereits den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt, über eine Billion an Liquidität über dreijährige Kredite zur Verfügung gestellt und Staatsanleihen im Volumen von mehr als 200 Milliarden Euro aufgekauft.

„Alles andere als eine erhebliche Expansion der EZB-Bilanz wird unserer Meinung nach enttäuschend für den Markt sein”, erläutert Stephanie Kretz, Strategin bei Lombard Odier Darier Hentsch. „Selbst wenn die EZB die Erwartungen der Investoren erfüllt, solange die zugrunde liegenden Probleme bezüglich Solvenz und struktureller Verschuldung nicht in Angriff genommen werden, wird dies kurzlebig und schwer zu terminieren sein. Das ist nicht die Art Rally, die wir gerne hätten.”

"Draghi könnte zusätzliche Probleme schaffen"
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23 Kommentare zu "Fondsmanager warnen: Die EZB wird spanische Renditen nicht senken können"

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  • O-Ton 'Henry'
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    Warum bietet keine Bank den Kauf von Gold an?
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    Ist doch wurscht.

    Jeder der unbedingt das überteuerte Glanzmetall kaufen will kann und darf.

    ++++++

    O-Ton 'Henry'
    -----------------
    Vorwiegend werden nur virtuelle völlig wertlose Aktien und Fonds angeboten.
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    Aktien wertlos?

    Du heiliger Strohsack!

    Anscheinend wissen Sie nicht, daß Aktien verbriefte Firmenanteile sind.

    ++++++

    O-Ton 'Henry'
    -----------------
    Bestände das gesamte Vermögen der Bevölkerung aus Gold, wäre das Konsortium erledigt.
    -----------------

    Bestände das gesamte Vermögen der Bevölkerung aus Gold, wäre vor allem die Bevölkerung erledigt.

    Keine hätte mehr Häuser oder Fabriken, oder Rohstoffe außer Gold.

    Von Autos, Kleidung und Nahrungsmitteln ganz zu schweigen.

    ++++++

    O-Ton 'Henry'
    -----------------
    Die Akteure der Bilderberger bilden den harten Kern. Das gefährliche an den Akteuren der Bilderberger ist, dass der Bundestag durch das Anwerben von einflussreichen Abgeordneten unterwandert und bezahlt wird, um das Schuldensystem letztendlich weiter voranzutreiben.
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    Haben Sie für ihre Theorien auch irgendwelche Beweise?

    ++++++

    O-Ton 'Henry'
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    Abhilfe schafft nur die Beseitigung aller Schulden.
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    Achso - daher weht der Wind.

    Tja - was man sich leiht, muß man auch zurückgeben.

    Egal, ob Geld oder ein Handy.

    Aber trösten Sie sich: Niemand wird gezwungen Kredite aufzunehmen oder zu geben.

    Das ist nämlich freiwillig.

    Und Sie müssen es nicht tun, wenn es Ihnen nicht gefällt.

    Mir und anderen, die Kredite sinnvoll finden, machen Sie aber bitte keine Vorschriften.

    ++++++

    O-Ton 'Henry'
    -----------------
    Das Konsortium kann die gesamte Wirtschaft innerhalb 24 Stunden lahm legen.
    -----------------

    Sind Sie sicher, daß es sich bei Ihrem "Konsortium" nicht um Marsmenschen handelt?

    ++++

    Junge, Junge.

  • O-Ton 'BEngel
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    Die Macht der Notenbanken ist die Dummheit der Menschen welche sich abbuckeln um NICHTS, wertloses Fiat Money von Privatbankstern zu bekommen. Dafür zahlen sie horrende Zinsen und lassen sich ihr Haus wegnehmen, wenn sie in Zahlungsverzug kommen...
    --------------------

    Ihre Dummheit besteht darin nicht zu kapieren, daß diese Menschen sich ihr Haus mit dem geliehenen "Fiat Money von Privatbankstern" gekauft haben.

    Ohne den Kredit hätten sie es erst garnicht.

    ++++++++++++++

    O-Ton 'BEngel
    --------------------
    Dummheit wird bestraft....
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    In Ihrem Fall war die Strafe wohl nicht hart genug.

  • O-Ton 'Henry'
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    Das amerikanische Schuldensystem wird durch die FED gelenkt und soll über Europa gestülpt werden.
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    Selten so einen Unsinn gehört.

    Auch ihre schwachsinnigen Filmchen machen es nicht besser.

    ++++

    O-Ton 'Henry'
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    Wie Deutschland umgebaut werden soll.
    Die Staatseinnahmen für den Bundeshaushalt erfolgen vorwiegend über Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Mehrwertsteuer und Energiesteuer. Diese vom Volke erarbeiteten Leistungen (Kapital) werden mehr und mehr für die gezielt gewollten Schulden weggenommen. Dahinter steckt ein mächtiges Konsortium mit wenigen Personen.
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    Bei Verfolgungswahn bitte fachärtzliche Hilfe in Anspruch nehmen.


    ++++

    O-Ton 'Henry'
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    Je mehr Deutschland sich verschuldet um so mehr wird Deutschland erpressbarer. Am Ende hilft nur noch eine militärische Befreiung.
    ------------------

    Bumm Bumm.

    ++++

    O-Ton 'Henry'
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    Das Papiergeld wie Euro oder Dollar ist keinen einzigen Cent wert.
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    LOL.

    Dann bitte sofort Taschen und Konten leeren und alles auf den Müll werfen.

    ...

  • O-Ton Dummzocker
    -------------------
    „Nachdem er den Einsatz erhöht hat, läuft er Gefahr, mehr Probleme zu schaffen als zu lösen”, sagte Robin Marshall, Leiter festverzinsliche Papiere bei Smith & Williamson Investment Management in London. „Die Märkte wollen etwas Substanzielleres sehen als” die Wiederauflage der EZB-Bondkäufe.
    -------------------

    Draghi hat nicht "den Einsatz erhöht", wie Mr Marshall phantasiert.

    Er hat Bedingungen für den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB genannt.

    On die "Märkte etwas Substanzielleres sehen" werden als die "Wiederauflage der EZB-Bondkäufe" hängt davon ab, ob Spanien oder Italien einen Antrag an den ESM stellen, und wie die "Märkte" daraufhin die Zinsen für die jeweiligen Staatsanleihen stellen.

    Solange die zu hoch sind, wird interveniert. Und ansonsten nicht.

    Was am Ende an Volumen 'rauskommt - ob mehr oder weniger als die 211 Milliarden des ersten Kaufprogramms - hängt von den Marktgegebenheiten und von der fiskalischen Entwicklung der Emittenten ab.

    ++++++++++++

    O-Ton Dummzocker
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    „Alles andere als eine erhebliche Expansion der EZB-Bilanz wird unserer Meinung nach enttäuschend für den Markt sein”, erläutert Stephanie Kretz, Strategin bei Lombard Odier Darier Hentsch.
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    In Anbetracht derartiger Äußerungen ist es nur vernünftig die Höhe der Zinsen für Staatsanleihen nicht von derartigen Vollspacken festlegen zu lassen.

    Außer zu raten was die Märkte wohl machen scheint diese Dame keine Handelsstrategie zu haben.

    Da kann man auch Paviane würfeln lassen.

  • 'Mazi' sagt
    ----------------
    Endlich einmal eine erfreuliche Nachricht von der "Front"!

    Spanien hat also jetzt Liquidität, um bei der EZB spanische Anleihen auszulösen. Mal sehen, ob sie es tatsächlich machen.
    ----------------

    Die EZB darf keine Geschäfte mit Staaten machen.

    Das heißt: überhaupt keine - auch nicht Anleihen an sie verkaufen.

    Weshalb Ihre Vermutung unzutreffend ist.

    +++++

    Theoretisch könnte Spanien natürlich am Sekundärmarkt eigene Anleihen zurückkaufen.

    Aber das wird es allenfalls bei solchen mit sehr kurzen Restlaufzeiten machen, die es irgendwann dieses Jahr sowieso refinanzieren müßte.

  • Dieser Riesenbetrug muss mal als Information Massentauglich aufbereitet werden und dann über alle Kanäle (Facebook und co.) verbreitet werden.
    Ich würde mir auch wünschen das Hackerorganisationen (zb. Anonymous) diese aufbereiteten Informationen auf großen bekannten Webseiten versucht online zu stellen (durch den Hack dieser Seiten). Hier haben einige Wenige den Menschen einen Krieg erklärt. Wir müssen in diesem Krieg durch Aufklärung entgegentreten und die Politik zu Änderungen zwingen.

  • Endlich einmal eine erfreuliche Nachricht von der "Front"!

    Spanien hat also jetzt Liquidität, um bei der EZB spanische Anleihen auszulösen. Mal sehen, ob sie es tatsächlich machen.

  • Griechenland will mehr Geldmarktpapiere begeben und den Banken-Rettungsfonds anzapfen, um eine im August fällige EZB-Anleihe zurückzahlen zu können.
    vor 48 Min (11:46) - Echtzeitnachricht


    Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt weiter, es gebe im Rat eine Mehrheit für Draghis Doppelmodell. Entscheiden werde der Rat aber vermutlich erst Mitte September.

    Die italienische Zeitung "La Repubblica" meldet am Donnerstag demgegenüber, im EZB-Rat rege sich Widerstand gegen die geplanten Anleihenkäufe. Demnach seien 7 Ratsmitglieder gegen Anleihekäufe, 4 Ratsmitglieder zeigten sich noch unentschlossen. 11 Mitglieder sind für das Programm. Neben Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und dem deutschen EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sind laut der italienischen Zeitung die Vertreter von Österreich, Luxemburg, Finnland, Estland und den Niederlanden gegen Anleihekäufe der EZB.

  • Richtig so! Der Drops mit dem EURO is eh gelutscht. Mario wirft die Druckpresse an und... weiter geht's im munteren Schuldenkarrussel. Da sollte Deutschland lieber versuchen politisch mehr Einfluss zu bekommen, z. B. Stimmgewicht im EZB Rat nach Kapitalanteil (D ca. 25% )statt nach Köpfen (1/17tel)... Oder ähnliches! Früher haben alle geglaubt, der EURO würde sich "nach Deutschland richten"... jetzt muss sich Deutschland mal nach dem EURO (also der Meinung der anderen EURO-Staaten) richten. Und das heißt auf längere Sicht: Entschuldung durch massive Geldmengenausweitung (die dann irgendwann einmal eine kleine(!) Inflation nach sich ziehen wird (so gegen 5% ist meine Schätzung)).

    P.S.: Das mit der Hyperinflation ist totale Panikmache und u. a. dem Umstand geschuldet, dass es in den 20er Jahren keine Geldpolitik der Notenbanken gab.

  • Die Rechnung ist doch einfach: Die kaufen jetzt die Anleihen in der Hoffnung auf SuperMario. Der drückt mit seiner Müllpresse die Rendite auf 5%. Und schon verticken die Investoren die Anleihen mit lockeren 15% Kursgewinn an die EZB-BadBank. Geiles Geschäft, und die Stückzinsen kommen noch nebenbei :-))

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