Frankreich
Problemlose Anleiheemission nach Wahl

Der Einzug des Sozialisten Francois Hollande in den Élysée-Palast lässt die Märkte kalt. Die Nachfrage nach Frankreichs Staatsanleihen lag zuletzt drei Mal so hoch wie das Angebot, die Zinsen waren niedriger als zuvor.
  • 4

ParisDie erste Emission französischer Staatsanleihen nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Francois Hollande ist gut gelaufen. Frankreich konnte Bonds mit einer Laufzeit zwischen zwei und vier Jahren im Volumen von insgesamt knapp acht Milliarden Euro verkaufen, wie die zuständige Agentur für das Schuldenmanagement des Staates am Mittwoch mitteilte. Die Nachfrage der Investoren war sogar fast drei Mal so hoch: Es gab Anfragen im Volumen von 23,7 Milliarden Euro. Zugleich musste Frankreich weniger Zinsen zahlen.
Der Anleihe-Markt zeigt sich damit bislang unbeeindruckt von der Wahl des Sozialisten Hollande zum neuen Präsidenten, der den Sparkurs seines Vorgängers Nicolas Sarkozy um Wachstumselemente ergänzen will. Zwar ist das Land verschuldet, doch im Grunde zweifeln Experten nicht an der Zahlungsfähigkeit der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone.

Zudem profitiert das Land nach Angaben von Volkswirten von den vergleichweise attraktiven Renditen: Sie bringen den Anlegern mehr ein als deutsche Staatsanleihen. "Wenn man in Euro investieren möchte, dann ist dies die mit Abstand attraktivere Möglichkeit", sagte Marc Ostwald von Monument Securities aus London.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Frankreich: Problemlose Anleiheemission nach Wahl"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • warum sollten die "märkte" auch nicht entspannt sein. hollande ist absolvent der elite-uni ena und somit letztlich immer noch garant für eine neoliberale lösung im sinne der herschenden und der konzerne.

    die ps ist schließlich die schwesterpartei der griechischen pasok und wird hoffentlich in zukunft deren weg gehen...

  • ergänzen müßte man "...,solange Deutschland über ESM/EFSM bürgt."

  • Es wäre wichtig zu wissen, wie viel Geld der EZB dahinter steckt? Der "Markt" ist dabei sowieso außen vor. Man sollte ihn deshalb auch verbal nicht bemühen!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%