Französische Staatsanleihen sind begehrt
Anleger nach Macron-Sieg scharf auf Langfrist-Bonds

Frankreichs neuer Präsident Macron ist wohl auch für die Anleger ein Hoffnungsträger. Bei der Ausgabe langfristiger Staatsanleihen rissen sich Anleger um die Papiere. Dazu dürfte auch Kanzlerin Merkel beigetragen haben.
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LondonAnleger reißen sich unter dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron um französische Staatsanleihen. Bei der Ausgabe 30-jähriger Papiere im geplanten Volumen von sieben Milliarden Euro überstieg die Nachfrage das Angebot am Dienstag um ein Vielfaches. Bei den Banken, die die Transaktion organisieren, gingen Orders in Höhe von 31 Milliarden Euro ein.

Die Ausgabe gilt als erster großer Stimmungstest, nachdem der Sozialliberale am 7. Mai die Präsidentenwahl für sich entscheiden konnte. Das starke Interesse des Marktes gibt Experten zufolge auch Hinweise darauf, wie die Anleger Macrons Chancen auf eine Abgeordneten-Mehrheit nach den Parlamentswahlen im Juni einschätzen. Eine Mehrheit gilt als Voraussetzung dafür, dass Macron seine Wirtschaftsreformen wie geplant umsetzen kann.

Die Nachfrage nach französischen Bonds war zwar bereits gestiegen, als sich ein Triumph Macrons über Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National abzuzeichnen begann. Doch bei den langfristigen Papieren stand der Aufschwung noch aus.

Le Pen wollte Frankreich aus der Euro-Zone führen, während sich Macron demonstrativ zur Währungsgemeinschaft bekannte. Zuletzt sprach er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für entschiedene Schritte zur Stärkung des Währungsgebiets aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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