Französischer Konzern Thomson plant nachrangige Anleihe
„Hybrid-Anleihen“ von Unternehmen kommen in Mode

Die Marke von drei Prozent für die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe ist am Dienstag in etwas weitere Ferne gerückt.

HB FRANKFURT. Ein sinkender Ölpreis, höher als erwartet ausgefallene Auftragseingänge aus Deutschland und ein besser als prognostizierter Einkaufsmanagerindex der US-Dienstleister ließen Investoren gestern Gewinne bei Staatsanleihen mitnehmen. Dadurch stiegen die sich gegenläufig zum Kurs entwickelnden Renditen. Die drei Prozent seien zwar noch in Reichweite, aber fundamental zu niedrig, hieß es im Handel.

Am späten Nachmittag lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 3,08 Prozent, nachdem sie am Vortag erneut ihr historisches Verlaufstief von 3,04 Prozent erreicht hatte. Der Kurs des Terminkontrakts Bund-Future, der am Vortag mit 124,43 Prozent ein neues Schlusshoch markiert hatte, lag 0,26 Prozentpunkte im Minus bei 124,17 Prozent. In den USA stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe moderat auf 4,07 Prozent.

Die Auftragseingänge der deutschen Industrie hatten am Mittag mit einem Plus von 3,7 Prozent im Juli gegenüber dem Vormonat überrascht. Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,9 Prozent gerechnet. Am Nachmittag lag dann noch der ISM-Index für das US-Dienstleistungsgewerbe im August mit einem Anstieg auf 65 Punkte ebenfalls über den Prognosen von im Schnitt 60 Punkten.

Am Markt für neue Anleihen kündigte der französische Unterhaltungselektronik-Konzern Thomson eine nachrangige so genannte Hybrid-Anleihe an. Hybrid-Anleihen haben meist formal eine unendliche Laufzeit und werden bei einem Konkurs des Emittenten erst nach anderen Verbindlichkeiten bedient. Banken und Unternehmen können diese Anleihen zum Teil auf ihr Eigenkapital anrechnen. Die Hybrids bieten eine höhere Rendite als herkömmliche Bonds.

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