Fünfte Novelle des Hypothekenbankgesetzes soll Ende Dezember verabschiedet werden
Pfandbriefe sollen bessere Noten erhalten

Hypothekenbanken wollen Pfandbriefgläubiger in Zukunft bei Pleiten vollständig absichern. Grundsätzlich machen Renditeaufschläge Pfandbriefe gerade für Privatanleger, die auf quasi-risikolose Bonds setzen wollen, zu einer attraktiven Alternative zu Staatsanleihen.

FRANKFURT/M. Investoren, die auf besonders sichere Anleihen setzen wollen, sind mit Pfandbriefen gut bedient. Pfandbriefe sind Anleihen von Hypotheken- und Landesbanken, deren Zins- und Tilgungzahlungen durch Hypotheken oder Staatskredite gedeckt sind. In der über 100-jährigen Geschichte der Pfandbriefe ist noch nie ein Papier geplatzt. In diesem Jahr brachten Pfandbriefe einen Gesamtertrag – Zinserträge und Kursgewinne zusammen gerechnet – von 3,3 %. Damit haben sich die Papiere etwas besser entwickelt als Staatsanleihen der Euro-Zone, die es auf Gesamterträge von 2,9 % brachten.

Die Risikoaufschläge (Spreads) von Pfandbriefen zu Staatsanleihen sind nur noch gering. Bei liquiden Papieren (Jumbos), die in zwei oder fünf Jahren fällig werden, liegen die Aufschläge noch nur bei 0,15 und 0,16 Prozentpunkten über Staatsanleihen. Bei zehnjährigen Jumbos sind die Spreads noch geringer.

„Dennoch machen die Renditeaufschläge Pfandbriefe gerade für Privatanleger, die auf quasi-risikolose Bonds setzen wollen, zu einer Alternative zu Staatsanleihen“, sagt Kirsten Werner, Anleiheanalystin bei Deutsche Bank Private Asset Management. Sie empfiehlt kurze Laufzeiten wegen der im Vergleich etwas höheren Aufschläge und weil sie – wie viele Experten – erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mittelfristig die Leitzinsen erhöht. Das wird Kursverluste und steigende Renditen vor allem von lang laufenden Pfandbriefen und Staatsanleihen nach sich ziehen.

„Die Pfandbriefe haben sich auch deshalb gut entwickelt, weil die Hypothekenbanken einiges getan haben, um die Papiere zu stärken“, sagt Jörg Birkmeyer, Pfandbriefanalyst bei der DZ Bank. „Dazu kommt, dass es auch den Banken selbst inzwischen besser geht, beziehungsweise die schlechten Nachrichten abgenommen haben. Das wirkt sich positiv auf die Pfandbriefe aus.“

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