Für die Emittenten ergibt sich eine neue Finanzierungsquelle und für Kleinanleger eine günstigere Alternative: Banken entdecken Minibonds für Private

Für die Emittenten ergibt sich eine neue Finanzierungsquelle und für Kleinanleger eine günstigere Alternative
Banken entdecken Minibonds für Private

Die erste Anleihe- Emission für Privatanleger ist begeben. Am Freitag schloss die KfW- Bankengruppe die Bücher für zwei Anleihen, die speziell für Kleinanleger aufgelegt wurden. Welches Volumen die staatliche Bank von den privaten Investoren eingesammelt hat, wird heute bekannt gegeben.

DÜSSELDORF. „Wir erwarten in den nächsten Jahren eine wachsende Nachfrage von privaten Anlegern nach festverzinslichen Produkten. Dieser Nachfrage kommen wir mit den KfW-Privatpapieren entgegen“, sagt Frank Czichowski, Leiter der Kapitalmarktabteilung bei der KfW. Schon im Dezember hatte KfW-Vorstand Hans Reich erklärt, verstärkt Privatanleger gewinnen zu wollen.

Von nun an jede Woche richtet sich die staatliche Bank mit dem neuen Angebot an Kleinanleger. Ab einem Mindestbetrag von 1 000 Euro können diese von Montag bis Freitag Papiere zum Festpreis zeichnen. Der Vorteil: Zeichnungswillige haben so die Möglichkeit, die Minibonds zum Nennwert – meist zu 100 % – zu erwerben. Ein Aufschlag, wie bei Bondemissionen, die sich an institutionelle Investoren richten, entfällt damit. Zudem fallen keine Stückzinsen an. Anlagebetrag und Zinseinkünfte sind für Investoren damit leicht zu berechnen. Anleger können die Papiere auch während der Laufzeit jederzeit verkaufen. Die Emissionsbanken sind verpflichtet, ständig Preise zu stellen.

Die Anleihen vertreibt die KfW über die Internetplattform Coins der Deutschen Bank. Über das Internet selbst haben Privatanleger allerdings keinen Zugang zu Coins – sie müssen den herkömmlichen Weg über ihre Hausbank nehmen, wenn sie Anleihen zeichnen wollen. Neben der Deutschen Bank vertreiben auch die DZ-Bank und die WestLB die KfW-Papiere. Europaweit kooperiert die KfW mit Barclays, CSFB, ABN Amro und der UBS. Aber auch über andere Institute haben Bankkunden die Möglichkeit, an die Papiere zu kommen – Coins ist eine offene Plattform, auf der sich jede Bank registrieren lassen kann. Die Gebühren hängen dann aber von der jeweiligen Hausbank ab. Über die Plattform Coins verkaufen neben der KfW und der Deutschen Bank selbst auch die Banca Intes, die Depfa und die Rabobank die festverzinslichen Kleinanleihen.

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