Geplatzte Anleiheauktion
Russland fällt bei Investoren durch

Am Kapitalmarkt bekommt Russland derzeit kein Geld. Das Land muss eine Anleiheauktion nach der anderen absagen. Investoren ziehen sich zurück. Heißt das, dass den Russen bald das Geld ausgeht? Nicht unbedingt.
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DüsseldorfDer nächste Versuch, der nächste Fehlschlag: Russland schafft es schon wieder nicht, eine Anleihe am Kapitalmarkt unterzubringen. Das Finanzministerium sagte am Mittwoch die geplante Auktion ab – nachdem keine Gebote zu akzeptablen Preisen eingegangen waren, wie es in einer Erklärung auf der Webseite hieß. Damit ist schon der siebte von acht Terminen in den vergangenen Wochen geplatzt.

Die geplanten Anleihen sollten über fünf und neun Jahre laufen. Sie sollten dem Staat rund 20 Milliarden Rubel (406 Millionen Euro) einbringen. Doch offenbar findet Russland selbst für diese vergleichsweise kleine Emission keine Käufer.

„Sie entschieden sich dazu, den Markt zu testen. Und der Markt hat nicht reagiert“, sagte Wladimir Miklaschewski, Stratege bei der Danske Bank. Das sei angesichts der geopolitischen Unruhen eine „eher zu erwartende Entwicklung gewesen“.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag einräumen müssen, dass der Konflikt zwischen Russland und dem Westen wirtschaftlichen Schaden anrichtet. Er sprach bei einem Treffen mit Medienvertretern über eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit und die Gefahr, dass Kredite teurer werden könnten. „Aber das ist nicht von entscheidender Bedeutung“, fügte Putin hinzu.

Dass sich Investoren abwenden, bekommt Russland direkt zu spüren: Erstens gerät die Emission neuer Anleihen ins Stocken. Zweites fallen die Kurse ausstehender Anleihen, was wiederum die Renditen steigen lässt. Die Rendite für Rubel-Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit liegt bei 9,17 Prozent - sie ist seit Jahresanfang um 138 Basispunkte gestiegen. Drittens trennen sich die Anleger auch von Aktien und anderen Anlagen. Der Aktienindex Micex ist seit Januar um zwölf Prozent gefallen.

Unter dem Strich haben Investoren nach Schätzungen 50 bis 85 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2013 lagen die Nettoabflüsse bei 63 Milliarden Dollar. Die Kapitalabflüsse belasten den russischen Rubel, der gegen den Dollar fast zehn Prozent an Wert verloren hat.

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  • @ deltaone:
    Der Witz ist richtig gut. HAHAHA

  •  
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Ein Hund läuft aus der Ukraine nach Russland. Man fragt ihn:
    - Warum läufst du weg?
    - Es gibt nichts zum Fressen hier. Also laufe ich lieber nach Russland.
    Ein paar Tage später läuft der Hund in die Ukraine zurück:
    - Was ist jetzt passiert?
    - Dort gibt's auch nichts zum Fressen. In der Ukraine darf man wenigstens bellen.

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