Anleihen
Gerling Rückversicherung zahlt keine Zinsen auf Anleihe

Die in der Abwicklung befindliche Rückversicherungstochter des Gerling Konzerns hat auf eine Anleihe keine Zinsen bezahlt und ist deshalb von der Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) auf „SD“ (selective default) von zuvor „BB“ heruntergestuft worden.

Reuters KÖLN. Das Management der Rückversicherungstochter Gerling Globale habe sich dafür entschieden, dass das Geld, das normalerweise zur Bedienung der Zinszahlung verwendet worden wäre, gegenwärtig besser zur Abwicklung des Geschäfts mit Erstversicherungskunden eingesetzt werde, teilte S&P-Analyst Peter Grant am Montag mit.

Der Gerling-Rechtsexperte Wolfgang Rüdt betonte, die Gerling Globale habe keine Pflichten verletzt. „Die nachrangige Anleihe sieht keine Zinsbedienung vor, wenn keine Dividende ausgeschüttet wird.“ Die nicht bedienten Zinsen seien nachzuzahlen, wenn die Globale wieder eine Dividende ausschütte oder die Anleihe fällig werde. Im vergangenen Jahr seien die Zinsen für die nachrangige Anleihe über 220 Millionen Euro noch freiwillig gezahlt worden, obwohl die Globale einen hohen Verlust erzielt hatte und keine Dividende ausschüttete.

„Im Moment schien es nicht angezeigt, dass die Globale freiwillige Leistungen zahlt“, sagte Rüdt. Die defizitäre Rückversicherungstochter zog den gesamten Gerling-Konzern in die Krise, für den zur Zeit ein Käufer gesucht wird. Dem Verkauf der Gerling Globale an den Manager Achim Kann muss noch die US-Aufsichtsbehörde zustimmen.

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