Gerüchteküche
Freier Fall irischer Anleihen setzt sich fort

Die unklare Schuldensituation Irlands lässt die Gerüchte ins Kraut schießen. Die Spekulationen reichen von einer Verstaatlichung der Banken bis zu einem harten Schnitt für Anleihebesitzer. Am Bondmarkt wächst die Unsicherheit weiter - und die Anleihen Irlands rutschen noch tiefer in den Keller.
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HB DUBLIN. Eine Woche nach dem Antrag Irlands auf internationale Finanzhilfe haben die Renditen irischer Staatsanleihen ihren höchsten Stand seit Einführung des Euros erreicht. Die Renditen zehnjähriger Anleihen stiegen am Freitag von 9,02 auf 9,19 Prozent. Die Preise für irische Bankaktien fielen hingegen weiter. Hintergrund waren offenbar Vermutungen über die Folgen eines Rettungspakets.

Demnach gingen die Händler auf den Finanzmärkten offenbar davon aus, irische Banken würden zunehmend verstaatlicht. Es gab auch Berichte, wonach die Inhaber irischer Staatsanleihen, zu denen in erster Linie ausländische Banken zählen, einen erheblichen Teil der Last einer Rettungsaktion für Irland schultern müssten.

Laut einem Bericht der Zeitung "The Irish Times" könnte bereits am kommenden Sonntag ein Rettungskredit in Höhe von 85 Milliarden Euro aus der EU und dem IWF für Irland angekündigt werden.

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