Griechenland
Athen leiht sich erneut kurzfristig Geld

1,3 Milliarden Euro hat Griechenland sich kurzfristig besorgt, um Löcher im Haushalt zu stopfen. Nächstes Jahr jedoch soll es aufwärts gehen: Dann sollen Summen über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden.
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AthenGriechenland hat sich kurzfristig am Geldmarkt 1,3 Milliarden Euro besorgt, um Löcher in seinem Haushalt zu stopfen. Der Zinssatz für den dreimonatigen Kredit beläuft sich auf 4,02 Prozent. Er lag damit zum August unverändert, als ein vergleichbarer Kredit aufgenommen wurde, wie die Schuldenagentur PDMA in Athen am Dienstag mitteilte.

Athen plant nächstes Jahr „den großen Sprung nach vorn“: Erstmals sollen nach Ausbruch der schweren Finanzkrise dann größere Summen über längere Zeiträume am Kapitalmarkt ausgeliehen werden. Noch sei es jedoch verfrüht, zu sagen, wann genau das sein werde, heißt es aus Kreisen des Finanzministeriums.

Griechenland hängt noch am Finanztropf der internationalen Geldgeber und braucht voraussichtlich auch nach dem Ende der laufenden Hilfsprogramme 2014 weitere Milliarden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nochmals Jetzt-red-I: Habe mit Verwunderung das Interview auf n-tv heute gegen 12:30 Uhr gesehen. Dort wollte der Finanzminister Schäuble tatsächlich glaubhaft machen, dass sich Portugal schon Mitte nächsten Jahres auf dem freien Markt wieder Geld beschaffen könne. Zur gleichen Zeit wird berichtet, dass das selbe Land wieder heruntergestuft wurde und wahrscheinlich ein neues Rettungspaket braucht. Vielleicht sollte der jetzige Finanzminister sich die Zeit nehmen und vor einem Interview kurz einen Blick ins Internet werfen.

  • @Rechner: Guter, sachlicher Vortrag. Kurz gefasst: AfD am Sonntag wählen und Griechenland raus aus dem Euro.
    Denn die Versprechungen, dass alle die Länder (abgesehen von denen die demnächst noch dazukommen) die Gelder aus Rettungsschirmen erhalten haben, sich bald wieder auf dem freien Kapitalmarkt selbst Geld beschaffen können ist ein Märchen, welches von Brüssel und dem IWF gestreut wird. Bestes Beispiel dafür ist Portugal. Weitere Sparmaßnahmen wurden durch höchste Gerichte in Portugal untersagt und jetzt schreit man schon nach dem nächsten Hilfspaket.

  • O-Ton Handelsblatt
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    Griechenland hat sich kurzfristig am Geldmarkt 1,3 Milliarden Euro besorgt, um Löcher in seinem Haushalt zu stopfen.
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    Leider auch Unsinn.

    Den dreimonatigen Schatzbrief hat das Finanzministerium herausgegeben, um einen fälligen dreimonatigen Schatzbrief vom 18.06.2013 zu refinanzieren.

    Offensichtlich standen für die Rückzahlung des Schatzbriefes außer den 1,3 Milliarden € aus dem neu aufgelegten Schatzbrief noch 300 Millionen € aus anderen Quellen zur Verfügung, dann das Ausgabevolumen des fälligen Schatzbriefes belief sich auf 1,6 Milliarden €.

    Durch diese Transaktion hat sich also der Umfang der ausstehenden griechischen Geldmarktpapiere um 300 Millionen € verringert.

    ...

    Seit Beginn der Hilfsprogramme hat Griechenland etwa 14 Milliarden an drei- und sechsmonatigen Geldmarktpapieren ausstehen, von denen allmonatlich zwischen drei und vier Milliarden € fällig und mit Papieren gleicher Laufzeit refinanziert werden.

    Auf diese Weise muß der griechische Staat nie mehr Kredit haben, als er tatsächlich zur Haushaltsfinanzioerung benötigt.

    Am 1.1. 2012 standen Geldmarktpapiere im Wert von 13,855 Mrd aus.
    Am 1.1. 2013 standen Geldmarktpapiere im Wert von 14,500 Mrd aus.
    Am 1.7. 2013 standen Geldmarktpapiere im Wert von 14,400 Mrd aus.

    ...

    http://www.minfin.gr/portal/en/resource/section/t_bills

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