Griechenland-Gespräche: Nervosität vor Verhandlungen stützt Bundesanleihen

Griechenland-Gespräche
Nervosität vor Verhandlungen stützt Bundesanleihen

Die Angst vor einer griechischen Staatspleite lässt Bundesanleihen leicht ansteigen. Der Grund: die kommende Versteigerung von zweijährigen Bundesanleihen. Wie groß die Kaufbereitschaft dabei sein wird, bleibt abzuwarten.
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FrankfurtWegen der Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern sind Bundesanleihen am Mittwoch leicht gestiegen. Investoren hätten Angst, dass die Gespräche scheitern könnten und das Mittelmeerland dann in die Pleite stürzt, hieß es von Händlern. Vertreter des Internationalen Bankenverband IIF und der griechischen Regierung wollen am Nachmittag ihre Gespräche über eine Beteiligung des Privatsektors am zweiten Hilfsprogramm für Athen fortsetzen. Griechische zehnjährige Anleihen rentierten am Vormittag mit 35,6 (spätes Vortagesgeschäft: 34,8) Prozent.

Der richtungsweisende Bund-Future lag sechs Ticks höher bei 139,74 Zählern. Zehnjährige Papiere lagen zwölf Ticks im Plus bei 101,98 Zählern. Die trotz der Unsicherheit vergleichsweise geringen Zuschläge bei den deutschen Anleihen führten Händler darauf zurück, dass Investoren Platz in ihren Büchern frei halten wollten für die Auktion zweijähriger Bundesanleihen. Spannend wird allerdings die Frage, inwiefern Anleger tatsächlich bereit sind, die sehr niedrig verzinsten Papiere zu kaufen. Im Vorfeld der Versteigerung rentierten die zweijährigen Papiere nahezu unverändert mit 0,185 Prozent.

Eine problemlose Platzierung erwarteten Investoren für neue kurzlaufende portugiesische Anleihen. Experten gingen davon aus, dass vor allem einheimische Banken die Papiere nachfragen werden. Portugiesische Zehnjährige rentierten wenig verändert mit 14,5 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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