Griechenland war gestern
Investoren erwarten den nächsten Angriff

Griechenland stimmt für einen harten Sparkurs. Das kommt an den Märkten gut an. Doch die Ruhe dürfte nur von kurzer Dauer sein. Investoren knöpfen sich schon die nächsten Pleitekandidaten vor.
  • 5

DüsseldorfGiorgos Papandreou hat sich die die Rückendeckung im Parlament gesichert. Der griechische Ministerpräsident kann nach der gestrigen Vertrauensfrage seinen harten Sparkurs fortführen. Aber kann er auch auf die Rückendeckung der Investoren zählen?

„Das griechische Votum wirkt sich positiv aus“, sagte Rabobank-Analyst Richard McGuire. „Aber damit wurde auch nur eine von vielen Hürden aus dem Weg geräumt.“

Die Zinsen für Staatsanleihen des hoch verschuldeten Landes gaben am Mittwoch etwas nach. Für Papiere mit zweijähriger Laufzeit sank die Rendite um 28 Basispunkte auf 28,24 Prozent. Die Lage der anderen Schuldenstaaten entspannte sich nicht. Portugiesische Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren legten 9 Basispunkte zu auf 10,686 Prozent und die Papiere aus Irland 17 Basispunkte auf 11,100 Prozent.

Der Euro hielt sich nach seinem gestrigen Anstieg stabil. Die Gemeinschaftswährung notierte bei etwa 1,44 Dollar.

Nach Einschätzung von Experten der Commerzbank hatte die Mehrheit der Investoren fest mit einem für die Regierung positiven Ergebnis der Abstimmung gerechnet. „Ein Regierungswechsel zu diesem Zeitpunkt hätte das Risiko impliziert, dass Griechenland das Erreichen der von EU und IWF auferlegten Spar- und Reformziele aufgibt - und damit die Unterstützung der Hilfsgeber verliert“, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Seite 1:

Investoren erwarten den nächsten Angriff

Seite 2:

"Zahlungsausfall nicht zu vermeiden"

Kommentare zu " Griechenland war gestern: Investoren erwarten den nächsten Angriff"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wenn die HedgeFonds Blut geleckt haben und den Euro angreifen, dann nur weil er angreifbar ist.

  • Oh man, der Finanzladen fliegt und noch dieses Jahr um die Ohren...

    Holt so schnell wie möglich die deutschen Goldreserven zurück!!!

  • Heribert als Finanz-Atavismus.

    Das kommt bei "Bildungsoffensiven" eben heraus: veritable Probleme!

    Die Leute nur doof machen reicht eben nicht: sie müssen auch noch davon überzeugt sein, daß sie nicht doof sind, sondern das Salz der Erde.

    Am besten nochmal ein Curriculum "de cule" mit einem Supertitel aufmachen, damit die überhaupt keine Chance mehr haben zu erkennen was die da anrichten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%