Griechenlandkrise verschärft Trends
Bundesanleihen profitieren von Problemen der Südeuropäer

Nach der Kommunalwahl in Spanien verlieren die Konservativen, die Linke ist wie in Griechenland auf dem Vormarsch. Das verunsichert Investoren, südeuropäische Anleihen verlieren, Bundesanleihen profitieren einmal mehr.
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Bundesanleihen haben am Dienstag zugelegt. Zugleich standen Papiere der Euro-Peripherie unter Druck. Die Märkte reagierten damit sowohl auf die Probleme Griechenlands wie auch auf den Ausgang der Kommunalwahlen in Spanien. Während die Linkspartei Podemos Zuwächse verbuchte, mussten die regierenden Konservativen Verluste hinnehmen.

Die griechische Regierung hatte die Investoren auf eine anhaltende Hängepartie vorbereitet. Damit bleibt offen, ob die Regierung die für eine Zahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) Ende nächster Woche benötigten rund 300 Millionen Euro auftreiben kann oder die Zahlungsunfähigkeit droht. Finanzminister Yanis Varoufakis hatte sich unterdessen negativ zum Beharren der Gläubiger auf weiteren Sparmaßnahmen geäußert. Seine Regierung werde sich nicht auf Schritte einlassen, die sich über fünf Jahre hinweg als schlimmer als die Krise erwiesen hätten.

Zudem hatte die Europäische Zentralbank bei den Käufen im im Rahmen des EZB-Programms zur quantitativen Lockerung das Tempo gedrosselt. Der Bestand an Anleihen von Staaten und Institutionen stieg in der Woche bis zum 22. Mai um 11,8 Milliarden Euro auf 134,2 Milliarden Euro, wie Daten auf der EZB-Webseite zeigten. Es war der schwächste Zuwachs seit drei Wochen.

Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen fiel um 5 Basispunkte auf 0,55 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 68 Basispunkte auf 154,68 Prozent. Dagegen zog die Rendite spanischer Zehnjährige um sieben Basispunkte auf 1,84 Prozent an.

US-Treasuries rentierten mit 2,2 Prozent knapp drei Basispunkt niedriger. Einfluss könnten US-Konjunkturdaten am Nachmittag nehmen. Unter anderem stehen die Auftragseingänge langlebiger US-Wirtschaftsgüter an. Von Bloomberg befragte Volkswirte erwarten einen Rückgang von 0,5 Prozent zum Vormonat bzw. ohne den volatilen Transportsektor einen Zuwachs von 0,3 Prozent. Die Daten sind bedeutsam, weil US-Notenbankchefin Janet Yellen in der Vorwoche die erste Zinserhöhung seit 2006 in Aussicht gestellt hat, falls die US-Konjunktur im laufenden Jahr weiter zulegen sollte.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • M.E. darf man die "Spanien-Wahl" nicht iosliert sehen. Auch in Großbritanien und Polen wurde gewählt. Allen Wahlen ist gemein, dass es ein weiter so nicht mher geben wird.

    Aus welchen Gründen auch immer, die Völker der EU sind sich in diesem Konsens völlig einig. Die Abhöraffaire in Deutschland, die "tragenden Säulen" in der deutschen Politik sind da nur "Begleitzeug".

    Die EU sitzt auf einem Pulverfass und Griechenland und der ESM könnten die Treibladung darstellen, dass Fass explodieren zu lassen.

    "Man muss nur richtig Druck auf den Kessel geben. Pfeifen tut er allein. Und fliegt eine Niete weg, dann muss man sie ersetzen" (Frankfurter Bankvorstand, um 1985).

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