Größte Transaktion in der Geschichte: AHBR will massiv Pfandbriefe zurückkaufen

Größte Transaktion in der Geschichte
AHBR will massiv Pfandbriefe zurückkaufen

Am Markt für Pfandbriefe zeichnet sich die größte Rückkaufaktion in der Geschichte des Segmentes ab. Die Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) will nach Informationen des Handelsblatts gut die Hälfte ihrer ausstehenden mit Staatskrediten gedeckten Pfandbriefe über insgesamt 27 Mrd. Euro zurückkaufen.

ben/cü/rob FRANKFURT. Der neue Eigentümer der angeschlagenen AHBR, der Finanzinvestor Lone Star, hatte vergangene Woche die Aufgabe des Geschäftes mit Staatskrediten angekündigt. Lone Star will aus der AHBR eine Spezialbank für gewerbliche Immobilienfinanzierung mit Schwerpunkt Deutschland machen. Von den Staatskrediten über 34 Mrd. Euro und den dazugehörigen Pfandbriefen will sich das Institut trennen. Für einen Komplettverkauf gibt es schon Interessenten, darunter die Commerzbank-Tochter Eurohypo.

Allerdings habe die AHBR Pläne, die Pfandbriefe zunächst zum großen Teil zurückzukaufen, um danach die dazugehörigen Kredite getrennt zu veräußern, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Die Bank selbst hatte Rückkäufe als eine Option genannt. Bei so genannten Jumbo-Pfandbriefen soll aber die Mindestgrößte von einer Mrd. Euro erhalten bleiben, was für das Image des Marktes wichtig ist. Jumbos sind für Großinvestoren besonders wichtig, weil sie als liquide gelten. Die AHBR hat zehn mit Staatskrediten gedeckte Jumbos über insgesamt 18,5 Mrd. Euro ausstehen.

Die AHBR selbst hatte vor vier Jahren Jumbos zurückgekauft, um die Kurse nach oben zu treiben. Das hatte den Zorn anderer Pfandbrief-Emittenten hervorgerufen. Der Verband deutscher Hypothekenbanken – heute Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) – stellte daraufhin selbstverpflichtende Regeln für Rückkäufe auf, nach denen unter anderem das Mindestvolumen von einer Mrd. Euro erhalten bleiben muss.

Der Verband begrüßte es am Dienstag, dass sich die AHBR an diese Regeln halten will. Für den Markt wäre es aus Sicht des VDP jedoch besser, wenn eine andere etablierte Pfandbriefbank die Emissionen der AHBR übernähme und weiterführte, hieß es.

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