Große Nachfrage
Niedrigere Zinsen für griechische Schatzwechsel

Griechenland hat Schatzwechsel für 1,63 Milliarden Euro verkauft - zu einem niedrigeren Zinssatz als noch im April. Unterdessen wollen einige EU-Vertreter über längere Laufzeiten für Athens Kredite diskutieren.
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Athen

Griechenland hat mit einem Verkauf kurzfristiger Schatzwechsel einen Erlös von 1,63 Milliarden Euro zu einem niedrigeren Zinssatz als im Vormonat erzielt. Wie die griechische Behörde für öffentliche Schulden am Dienstag mitteilte, wurden die Schatzwechsel am Dienstag zu einem Zinssatz von 4,06 Prozent abgesetzt - am 19. April hatten die Investoren 4,10 Prozent verlangt. Das jüngste Angebot sei auf eine große Nachfrage gestoßen und mehrfach überzeichnet gewesen.

EU-Vertreter in Brüssel haben Griechenland in dieser Woche zu beschleunigten Privatisierungen aufgefordert, um seine Schuldenlast abmildern zu können. Außerdem bestätigten die Gewährsmänner auch, dass derzeit über eine mögliche Laufzeitverlängerung der ausstehenden Kreditrückzahlungen Athens diskutiert werde. Einige EU-Vertreter stehen dem Vorstoß jedoch ablehnend gegenüber.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ähnlich wie in der BRD die Städte seit einigen Jahren nach den Regeln einer speziellen kommunalen Doppik ihre Bilanzen aufstellen müssen (was gezeigt hat, dass die Lage der Kommunen deutlich besser ist als man zuvor dachte), so versuchen die Experten dies derzeit überschlägig für Griechenland, wobei Aktiva nach kaufmännischen Grundsätzen sehr vorsichtig bewertet werden. Es zeigt sich schon jetzt, dass veräußerbare Grundstücke und Staatsbeteiligungen sowie Goldreserven und nicht vergebene Lizenzen den Wert der Schulden deutlich übersteigen.
    Lässt man in dieser Situation einen Default zu, wäre die Signalwirkung auch an andere Länder verlockend, sich einfach per Umschuldung auf Kosten Dritter lästiger Schulden zu entledigen.
    Dass sog. Experten, die lauthals nach Umschuldung / Default schreien, den Unterschied zwischen Bankrott und Liquiditätsengpass nicht verstehen, ist ein Armutszeugnis für die sog. Expertenwelt. Griechenland nur einen Cent Schulden zu erlassen, wäre die größte Dummheit, die man ökonomisch anrichten könnte.

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