Großvolumiger Pfandbrief präsentiert
Sparkasse Köln-Bonn zielt auf neue Anleger

Die Sparkasse Köln-Bonn wird heute einen Pfandbrief über 500 Mill. Euro begeben. Die Emission ist eine der größten von deutschen Sparkassen. Die Rheinländer gehen zudem neue Wege, indem sie das Papier als Emission im „Jumbo-Stil“ vermarkten.

cü FRANKFURT. Das Volumen ist für einen tatsächlichen Jumbo zwar zu klein – hier sind eine Mrd. Euro nötig – aber die Sparkasse verpflichtet sich dazu, die sonstigen Standards für Jumbos zu erfüllen.

Dabei geht es vor allem darum, dass die an der Platzierung beteiligten Banken sich für das Papier untereinander und gegenüber Investoren laufend An- und Verkaufskurse in engen, festgelegten Spannen stellen. Durch dieses Market Making soll sichergestellt werden, dass Anleger das Papier jederzeit in großen Volumina handeln können.

„Mit der Emission im Jumbo-Stil wollen wir neue Investoren gewinnen, weil das Market Making zum Beispiel für Fondsgesellschaften und Versicherer extrem wichtig ist“, sagt Stefan Dahm aus der Abteilung Geld- und Kapitalmärkte bei der Sparkasse Köln-Bonn. Zudem wolle man durch die Verpflichtung zum Market Making auch Investoren aus dem Ausland gewinnen.

Konsortialführer der Transaktion sind ABN Amro, Barclays Capital und die WestLB. Die Banken nehmen seit gestern Morgen Kaufaufträge entgegen und bekamen bis zum späten Mittag schon Zeichnungswünsche über insgesamt 700 Mill. Euro. Rund die Hälfte der Kaufaufträge kam von ausländischen Investoren. Damit sei das Interesse aus dem Ausland höher als bei anderen Sparkassen-Pfandbriefen, sagte ein Banker. Bei tatsächlichen Jumbos deutscher Emittenten sei der Auslandsanteil aber mitunter noch deutlich größer.

Der Pfandbrief der Sparkasse Köln-Bonn wird in fünf Jahren fällig und ist zum überwiegenden Teil mit Krediten an öffentlich-rechtliche Banken gedeckt. Die Ratingagentur Moody’s bewertet ihn mit der Höchstnote „Aaa“. Die Banken vermarkten den neuen Pfandbrief mit einem Renditeabschlag von etwa vier Basispunkten zum fünfjährigen Swap-Satz. Dieser Interbankensatz lag gestern bei 4,67 Prozent und ist die wichtigste Referenzgröße für professionelle Anleiheinvestoren und -händler.

Die Sparkasse Köln-Bonn entstand vor zweieinhalb Jahren aus der Fusion der Stadtsparkasse Köln und der Sparkasse Bonn. Nach der Hamburger Sparkasse ist sie die zweitgrößte deutsche Sparkasse. Im Jahr 2002 hatte die Stadtsparkasse Köln als erste deutsche Sparkasse einen Pfandbrief begeben. Seither folgten mehrere Emissionen anderer Institute. Der Anteil der Sparkassen-Pfandbriefe am insgesamt rund 950 Mrd. Euro schweren deutschen Pfandbriefmarkt ist aber gering.

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