Günstige Rahmenbedingungen
Spanien plant neue Staatsanleihe

Spanien plant erstmals seit Beginn der Schuldenkrise die Emission einer Staatsanleihe mit der Laufzeit von 31 Jahren. Die Regierung will so von den günstigen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten profitieren.
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MadridErstmals seit Beginn der Euro-Schuldenkrise plant Spanien die Emission einer Staatsanleihe mit der Laufzeit von 31 Jahren. Das Finanzministerium in Madrid beauftragte am Dienstag eine Reihe von Banken mit der Umsetzung. Nach Angaben aus Regierungskreisen könnte die Anleihe bereits am Mittwoch platziert werden und ein Volumen bis zu drei Milliarden Euro haben. Zuletzt hatte Spanien eine Anleihe mit einer solch langen Laufzeit im Jahr 2009 begeben.

Mit der Emission will die Regierung von den zuletzt wieder günstigen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten profitieren. Nach Ausbruch der Schuldenkrise im Zuge der weltweiten Banken- und Hypothekenkrise waren vor allem die Risikoaufschläge für Anleihen südeuropäischer Länder auf Rekordhöhen geschossen. Erst nach der Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer vergangenen Jahres, notfalls alles in seiner Macht stehende für den Zusammenhalt der Euro-Zone zu unternehmen, gingen die Risikoaufschläge zurück.

Die Euro-Partner hatten Spanien eine Kredite bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt, um dem Land bei der Rekapitalisierung maroder Banken zu unterstützen. Davon hat Spanien im Gegenzug für Reformen und internationale Kontrollen im Bankenbereich bislang 41 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Ein Spitzendiplomat in Brüssel erklärte, es werde nicht damit gerechnet, dass Spanien ein weiteres Hilfsprogramm beantragen werde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Günstige Rahmenbedingungen: Spanien plant neue Staatsanleihe"

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  • Ich auch nicht, aber Millionen von Riester-Sparer tun das - nämlich indirekt über die Versicherungen.

    Dumm nur, wenn man dann in Rente geht und der Grieche oder der Spanier nicht zahlt.

  • Kann mir mal jemand sagen welcher Investor der noch halbwegs bei Trost ist, sich eine Anleihe eines Pleite-Staats ins Depot legt, zu Super-Mickrig-Zinsen in der Erwartung, dass es entweder direkt zum Euro-Crash oder zu starken Zinserhöhungen und in dessen Folge zum Euro-Crash kommt. Zudem mit einer Laufzeit von 31 Jahren.

    Solchen Dreck kaufen entweder nur Zocker in Erwartung minimalster Zinssenkungen um es sofort wieder rauszufeuern oder Notenbanken.

    Mit sogenannten Märkten hat das nichts zu tun.

  • Nach dem Griechenland-Flop leihe ich Südländern nicht für 31 Tage Geld.

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