Hoffnungen auf Zinssenkungen wurde Dämpfer verpasst
Druck auf Staatsanleihen lässt nicht nach

Die europäischen Anleihemärkte haben sich gestern nicht von dem seit Wochen anhaltenden Druck erholen können.

cü FRANKFURT. Am Kassamarkt lagen die zehnjährigen Renditen in Deutschland und den USA am späten Nachmittag zwar unverändert bei 4,05 und 4,62 Prozent; am Terminmarkt gab dagegen der Bund-Future 0,20 Prozentpunkte auf 115,10 Prozent ab. Zuvor war er zum ersten Mal seit Anfang Februar unter die Marke von 115 Prozent gerutscht. Leicht gestützt wurden die Bonds durch die etwas niedriger als erwartet ausgefallenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.

Heute könnten die Bonds vor allem durch Inflationsdaten aus Nordamerika belastet werden. Dort stehen unter anderem Daten zu den persönlichen Ausgaben und dem daraus abgeleiteten PCE-Deflator an. Dieser ist in der Kernrate, also ohne die Komponenten Energie und Lebensmittel, eine bevorzugte Messzahl der US-Notenbank Fed. Fed-Chef Ben Bernanke hatte am Vorabend vor dem US-Kongress betont, dass die Inflation weiter „unangenehm hoch“ sei. Damit verpasste er Hoffnungen auf Zinssenkungen einen Dämpfer, obwohl er gleichzeitig vor einem Übergreifen der Hypothekenkrise auf Beschäftigung und Konsum gewarnt hatte. Insgesamt geht die Fed davon aus, dass die US-Wirtschaft moderat weiter wächst.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%