Hoffnungen schwinden
Zinserwartung drückt auf Anleihekurse

Neue Konjunkturdaten aus den USA haben gestern auf die Kurse der US-Treasuries gedrückt. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor fiel besser als erwartet aus.

HB FRANKFURT. Marktteilnehmer sehen ihre Hoffnung auf niedrigere Zinsen in den USA schwinden. Außerdem beobachten Händler, dass Investoren von Anleihen in Aktien umschichten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zog deutlich an auf 4,98 Prozent. Damit steht sie kurz vor einer kritischen Marke innerhalb einer Trendlinie. Diese Trendlinie habe seit 20 Jahren gehalten und sei nun gefährdet. Angesichts der gegenwärtigen Marktstimmung könnte sie durchaus nach oben durchbrochen werden, erwartet Charles Diebel von Nomura. Dann seien im Zehnjahresbereich Renditen von 5,25 Prozent leicht möglich.

Auch in Europa kletterten die Anleiherenditen vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank am heutigen Mittwoch. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte bei 4,48 Prozent auf dem höchsten Stand seit 2003. Indes gab der Kurs des Terminkontrakts Bund-Future um 31 Punkte auf 111,48 Prozent nach.

Im Unternehmenssegment zapften Autohersteller den Bondmarkt an. Volkswagen Bank begab eine vierjährige, variabel verzinsliche Anleihe im Volumen von 1,25 Mrd. Euro. Fiat kam mit einem zehnjährigen Papier an den Markt.

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