Hohe Nachfrage
Postbank stockt Pfandbrief massiv auf

Eine erfolgreiche Pfandbrief-Emission der Postbank liefert einen weiteren Indiz dafür, dass sich die Lage an den Kapitalmärkten entspannt. Das Institut muss Anlegern einen sehr niedrigen Renditeaufschlag gegenüber dem Marktzins zahlen. Wegen der hohen Nachfrage von Investoren stockte die Postbank das Volumen des Papiers zudem um 500 Mio. Euro auf.

HB LONDON/FRANKFURT. Die Postbank hat ihren kürzlich emittierten Öffentlichen Pfandbrief um die Hälfte aufgestockt. Das Volumen des fünfjährigen Bonds von ursprünglich einer Milliarde Euro sei um 500 Mio. Euro erhöht worden, hieß es am Donnerstag im Umfeld der Konsortialbanken. Die neue Emission war mehrfach überzeichnet und wurde mit einem Aufschlag von zwölf Basispunkten über dem für solche Papiere gültigen Marktzins an den Markt gebracht. Sie war somit für die Postbank deutlich günstiger als die Platzierung des ursprünglichen Pfandbriefs Anfang Juli. Damals musste die Bank noch einen Renditeaufschlag von 37 Basispunkten bezahlen.

Ein Aufschlag von zwölf Basispunkten ist im Vergleich zu früheren Emissionen extrem gering. Das deutet darauf hin, dass sich die Situation an den Kapitalmärkten entspannt hat und das Vertrauen der Investoren zurückkehrt. Je höher der von einer Bank gezahlte Renditeaufschlag ist, desto höher schätzen Anleger das Risiko des herausgebenden Instituts ein. Die zur Commerzbank gehörende Eurohypo hatte etwa im März 2009 noch einen Aufschlag von 100 Prozentpunkten auf den Basiszins für einen fünfjährigen Hypotheken-Pfandbrief zahlen müssen.

Öffentliche Pfandbriefe sind mit Krediten an Staaten, Städte und Kommunen besichert. Die Postbank hat seit Ende 2007 eine Pfandbrieflizenz, hatte zunächst aber nur Hypotheken-Pfandbriefe begeben, die mit Immobilienkrediten besichert sind. Pfandbriefe sind für deutsche Banken eines der wichtigsten Mittel zur Refinanzierung. Der deutsche Pfandbriefmarkt ist mit einem Volumen von 700 bis 800 Mrd. Euro der größte weltweit.

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