Hohe Zinskosten
Fitch droht mit Ramsch-Rating

Die europäischen Krisenstaaten kommen nicht zur Ruhe. Kurz vor Jahresende hagelt es noch einmal Herabstufungen und negative Ausblicke. Fitch droht Griechenland sogar mit einem Ramsch-Rating. Damit kommt ein Teufelskreis in Gang, der fatale Auswirkungen haben könnte. Die Staaten müssen den Investoren viel bieten, wenn sie im nächsten Jahr an Geld kommen wollen.
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FRANKFURT. Die Investoren zweifeln immer stärker an der Bonität europäischer Staaten. Und auch die Ratingagenturen werden kritischer. Seit Jahresanfang gab es insgesamt zwei Dutzend Aktionen, bei denen Moody's, S&P und Fitch Ratings die Bonität der spöttisch PIGS genannten Staaten Portugal, Irland, Griechenland und Spanien auf Prüflisten setzten oder herabstuften.

Im Dezember sind die Ratingagenturen nochmals verstärkt aktiv geworden. Überraschend kommt das für Investoren nicht: "Die Agenturen setzen jetzt quasi zum Großreinemachen vor dem Jahresende an", meint Günther Welter, Fondsmanager für europäische Staatsanleihen bei Union Investment. Heute erwischte es Griechenland und Portugal.

Die Ratingagentur Fitch drohte Griechenland mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau. Das derzeitige Rating von „BBB-“ werde auf eine mögliche Herabstufung überprüft, teilte Fitch am Dienstag mit. Die Überprüfung soll noch im Januar 2011 abgeschlossen werden. „BBB-“ ist bei Fitch die schlechtes Note im sogenannten Investment-Grade-Bereich. Die Finanzkraft Griechenlands soll mit Blick auf die laufenden Reformen überprüft werden.

Die Ratingagentur Moody's stellte das erst im Juli gesenkte "A1"-Rating der Portugiesen auf den Prüfstand und hält dabei eine Herabstufung um eine bis zwei Noten für möglich .Das Rating "A1" entspricht dem fünftbesten Rating bei Moody's. Standard and Poor's (S&P) stuft die Kreditwürdigkeit Portugals schon jetzt zwei Stufen schlechter ein.

"Die Herabstufungswelle rollt und wird auch im nächsten Jahr kaum abebben", sagt auch Sebastian von Koss, Anleiheexperte bei HSBC Trinkaus: "Auf die Märkte dürfte das aber keinen gravierenden Einfluss mehr haben." Welter sieht das ähnlich: "Die Märkte reagieren ohnehin meist schneller als die Ratingagenturen, das heißt, die Renditen und Risikoprämien steigen in der Regel schon deutlich, bevor die Ratingagenturen die Bonitätsnoten senken."

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  • @Zeitzeuge: Das ist bestimmt die Lösung. Es hat ja auch schon früher so gut funktioniert. Es bewegen sich heutzutage soviele Träumer links und rechts im Parteienspektrum das es ein Wunder ist das des ganze demokratische System nicht schon implodiert ist. Ja, NPD wirds scho richten, genauso wie die Linke oder die grünen Ökos mit ihrer heilen Welt Utopie. Aber schlimmer als diese ideologischen Vollpfeifen sind die Menschen die auf deren Wertloses Geschwätz auch noch reinfallen. Warum wünscht man sich nich gleich wieder eine Monarchie zurück. Da gab es zwischen den ganzen wahnsinnigen auch ein paar gute die für das Volk was gemacht haben wenn das Volk selber schon nicht im Stande ist für sich zu denken...

  • @Ovid :

    Vaterlandsloser Dummschwätzer, schau dich mal bei HartziV-Empfängern um und was die Arbeitagenturen mit chronisch kranken Arbeitslosen und deren Familien veranstalten, wie Menschen aus dem Leistungsbezug gedrängt werden, wie mit Milliarden im Osten Deutschlands nichts erreicht worden ist und wie uns damals die EU nicht geholfen hat! Für jeden Dreck ist in diesem Land Geld da, aber nicht für die Menschen. 70% leben von der Hand in den Mund, in den ballungsgebieten herrscht Mietwucher, weil der soziale Wohungsbau 30 Jahre praktisch nicht stattgefunden hat, stattdessen hat man bauwirtschaft und Spekulatentum mit der sogenannten "Eigenheimförderung" angeheizt, völlig planlos und preistreibend! Wir alle zahlen das Geld für die "Aufstocker", weil man sich nihct entschließt, einen Lebenshaltungsindex für jedes bundesland zu erstellen und daraus einen Mindestlohn festzulegen! ich bedanke mich für Dein "Geschichtsbewußtsein" und das opportunistische Geschwätz! Dir sollte man mal eine Aufenthalt im Lager buchenwald spendieren - und zwar in der Zeti nach 1945, als die Russen das Lager als Großknast benutzten! Leute, die vorher bei den Nazis und dann bei den Kommunisten in buchenwald gesessen haben, meinten, daß ihr erster Aufenthalt "urlaubsähnlich" oder dann doch eher ein "Hotelaufenthalt" war, gemessen an dem, was die Russen und Kommunisten dort mit Menschen gemacht haben.

  • http://www.youtube.com/watch?v=NpiMqw8MEoY
    Schaut euch mal von 00:48 die Petroula an.

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