Anleihen
Hohes Geldmengenwachstum belastet Anleihen

dpa-afx FRANKFURT. Belastet vom hohen Geldmengenwachstum in der Eurozone hat der deutsche Rentenmarkt am Freitag schwächer tendiert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am späten Mittag um 0,14 Prozent auf 123,41 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,021 Punkte auf 3,151 Prozent.

Das starke Wachstum der Geldmenge M3 im Juli macht nach Einschätzung von Beobachtern eine Zinserhöhung durch die EZB wahrscheinlicher. Dies habe die Renditen steigen und die Kurse sinken lassen, hieß es.

Die Geldmenge stieg um 7,9 Prozent zum Vorjahr nach 7,6 Prozent im Juni, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Damit wurde der EZB-Referenzwert von 4,5 Prozent erneut deutlich übertroffen. Die hohe Liquidität birgt die Gefahr von Inflation und Preisblasen, etwa am Immobilienmarkt. Mit Zinserhöhungen kann die EZB die übermäßige Geldversorgung bremsen. Nach Definition der EZB umfasst M3 Bargeld, Einlagen auf Girokonten bei Banken, Einlagen und Schuldverschreibungen bis zu zwei Jahren, Geldmarktpapiere und -fonds, Repogeschäfte sowie Spareinlagen mit bis zu dreimonatiger Kündigungsfrist.

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